So hat die Geburtsstation in Manacor wiedereröffnet: „Die Frauen kommen nicht. Es ist, als hätten sie das Vertrauen verloren.“
Das Krankenhaus überwies Geburten zwischen dem 19. und 27. Januar an andere Gesundheitszentren, als der Notfallplan aktiv war.
PalmeDie Geburtsstation des Manacor-Krankenhauses nahm am 27. Januar den Normalbetrieb wieder auf, nachdem sie seit dem 19. Januar im Notfallmodus gewesen war. Während dieser Zeit wurden Geburten aufgrund des Mangels an zwei regulären Gynäkologen an andere Krankenhäuser überwiesen. Laut krankenhausnahen Quellen wurden in dieser Zeit keine Geburten registriert. Trotz der Wiedereröffnung herrscht weiterhin Unsicherheit: „Die Frauen kommen nicht. Es ist, als hätten sie das Vertrauen verloren“, erklären dieselben Quellen. „Wir behandeln zwar Fälle, aber weniger als zuvor. Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder normalisiert“, fügen sie hinzu. Die Station ist jedoch weiterhin betriebsbereit und bereit, jede schwangere Frau zu behandeln, unabhängig von ihren Beschwerden.
Die Situation auf der Geburtsstation stand nach der Krise in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe wochenlang im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Mitte Januar aktivierte das katalanische Gesundheitsministerium aufgrund eines Mangels an Gynäkologen einen Notfallplan. Dies führte zur Verlegung normaler Geburten in andere Krankenhäuser und ließ den Kreißsaal praktisch ohne regulären Betrieb zurück. Offiziell waren nur noch Notfälle oder unmittelbar bevorstehende Geburten vorgesehen. Laut Krankenhausquellen wurden jedoch keine solchen Fälle tatsächlich behandelt. In diesen Tagen herrschte im Krankenhaus eine angespannte Atmosphäre, insbesondere zwischen Gynäkologen und Hebammen.
Die Maßnahme löste heftige Reaktionen bei medizinischem Fachpersonal und Patientinnen aus. Hebammen des Zentrums prangerten an, dass sie trotz gleichbleibenden Personals keine normalen Geburten mehr betreuen durften, während Schwangere in andere Krankenhäuser, oft weit entfernt von ihrem Wohnort, überwiesen und mit dem Krankenwagen transportiert wurden. Soziale Organisationen, der Hebammenverband der Balearen und das Kollektiv Naixença – das sich für eine respektvolle Geburt einsetzt – warnten, dass die Entscheidung territoriale Ungleichheiten schaffe und ein Versorgungsmodell gefährde, das Manacor zu einem Referenzzentrum für physiologische Geburten gemacht habe.
Unterstützung von Fachkräften anderer Zentren
Angesichts des gesellschaftlichen und beruflichen Drucks gab der katalanische Gesundheitsdienst (Salut) die Deaktivierung des Notfallplans und sein Engagement für die Wiederherstellung des Normalbetriebs auf der Geburtsstation in Manacor bekannt. Die personelle Besetzung war am 27. Januar wiederhergestellt. Organisationen und Fachkräfte warnten jedoch, dass das zugrundeliegende Problem – der strukturelle Mangel an Gynäkologen – erst dann gelöst sein wird, wenn strukturelle Maßnahmen ergriffen werden, um die Kontinuität der Versorgung mittel- und langfristig zu gewährleisten. Die Krise konnte vorerst dank Fachkräften anderer Krankenhäuser, die sich bereit erklärt haben, Schichten in Manacor zu übernehmen, bewältigt werden. Gleichzeitig veröffentlichten über zwanzig soziale und berufliche Organisationen eine gemeinsame Erklärung, in der sie davor warnten, dass die Situation zu einem Abbau oder einer verdeckten Privatisierung des Gesundheitswesens führen könnte. Sie forderten daher eine strukturelle Lösung für den Mangel an medizinischem Personal und die vollständige Wiederherstellung des Normalbetriebs auf der Geburtsstation, um eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung für die über 130.000 Menschen im Einzugsgebiet zu gewährleisten. Der Stadtrat von Manacor hat diese Forderung unterstützt und das regionale Gesundheitsministerium aufgefordert, eine qualitativ hochwertige gynäkologische Versorgung zu gewährleisten.
Die Krise auf der Geburtsstation ist Teil eines umfassenderen Problems struktureller Schwierigkeiten im öffentlichen Gesundheitssystem der Balearen, insbesondere in den hochspezialisierten Krankenhausbereichen. Fachleute und Gewerkschaften haben wiederholt vor diesen Problemen gewarnt. Schwierigkeiten bei der Besetzung von StellenDie übermäßige Arbeitsbelastung und fehlende Anreize zur Bindung von medizinischem Personal in bestimmten Zentren.
In diesem Zusammenhang ist der Fall Manacor zum Symbol für die wachsende Unzufriedenheit mit dem Management der Gesundheitsressourcen und die Befürchtung geworden, dass kurzfristige Entscheidungen dauerhafte Folgen für die Grundversorgung haben werden. Die beteiligten Organisationen und Gruppen betonen, dass der Erhalt einer öffentlichen, wohnortnahen und voll funktionsfähigen Geburtsstation sowohl für die Patientensicherheit als auch für die Gewährleistung des Rechts der Frauen auf Selbstbestimmung über Art und Ort der Entbindung unerlässlich ist.