Urteil

Sieben Jahre Haft für die Tötung eines Diebes, der in eine Farm in Inca eingebrochen war, um Marihuana zu stehlen.

Die drei Diebe, die mit dem ermordeten Mann zusammen waren, wurden zu jeweils einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Der Angeklagte tötete während des Prozesses einen der Räuber.
ARA Balears
30/01/2026
2 min

PalmeDas Provinzgericht der Balearen hat einen Mann zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er einen der Einbrecher getötet hatte, die in sein Anwesen in Inca eingebrochen waren, um Marihuana-Pflanzen zu stehlen. Die drei weiteren Einbrecher, die mit dem Getöteten zusammen waren, wurden jeweils zu einem Jahr Haft verurteilt, wie das Oberste Gericht der Balearen (TSJIB) mitteilte.

Das Urteil erging eine Woche, nachdem eine Jury die vier mutmaßlichen Diebe der ihnen zur Last gelegten Straftaten für schuldig befunden hatte. Der vorsitzende Richter verurteilte den Eigentümer des Grundstücks zu sieben Jahren Haft und ordnete an, dass dieser als mutmaßlicher Täter eines Totschlags 157.875 € Schadensersatz zahlen müsse. In seiner Urteilsbegründung argumentierte der Richter, dass er angesichts der von der Jury berücksichtigten Angst und des Geständnisses ein Strafmaß im unteren Bereich des Strafrahmens verhängen müsse. Die Staatsanwaltschaft hatte eine sechsjährige Haftstrafe gefordert, ursprünglich jedoch fünfzehn Jahre. Die Privatklage hatte eine höhere Strafe beantragt und argumentiert, die Taten seien als Mord einzustufen. Die Jury wies dieses Argument jedoch zurück, da sie weder Grausamkeit noch Vorsatz feststellen konnte. Die Diebe hatten sich, wie die Jury feststellte, zum Raubüberfall verschworen, ihn geplant und ausgeführt, wobei einer von ihnen ums Leben kam. Die drei Angeklagten wurden daher wegen versuchten Raubes zu jeweils einem Jahr Haft verurteilt. Die Ereignisse trugen sich am 24. September 2020 zu, als vier Personen ein Haus in Inca aufsuchten, um Marihuana-Pflanzen zu stehlen. Drei der Angeklagten blieben draußen, um Wache zu halten, während der vierte das Grundstück betrat. Dieser gelangte durch ein Loch in einem Metallzaun, der auf der Mauer um das Grundstück errichtet war, ins Haus. Dort wurde er vom Hausbesitzer überrascht, der ihn im Gerangel mehrmals erstach und tötete. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor der Zivil- und Strafkammer des Obersten Gerichtshofs der Balearen angefochten werden.

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