Habtur glaubt nicht, dass 40 % der auf Mallorca beworbenen Touristenunterkünfte illegal sind.
Er behauptete, wenn die Zahlen stimmten, „sollte der Tourismusrat der Insel, José Marcial Rodríguez, sofort zurücktreten.“

PalmeDer Tourismusverband der Balearen, Habtur, stellte am Freitag die vom Consell de Mallorca veröffentlichten Daten zur illegalen Auflistung von Ferienunterkünften auf Mallorca in Frage. Schätzungsweise 40 % der Angebote auf den Plattformen seien illegal.
In einer Erklärung bezeichnete der Tourismusverband die Daten als „fragwürdig“ und kritisierte die Verschwendung öffentlicher Gelder in der Studie, die diese Zahlen hervorbrachte. „Wir bezweifeln stark die Zuverlässigkeit dieser Zahlen. Der Consell gibt zu, eine private Plattform zur Erkennung und Kategorisierung der Immobilien genutzt zu haben, hat aber weder die Methodik noch die Fehlermargen veröffentlicht“, heißt es in der Erklärung. Aus Sicht des Verbandes erlaubt diese Methodik keine valide Momentaufnahme.
Angesichts all dieser Fakten verlangte er Auskunft über die Kosten dieses Auftrags und die technischen Kriterien für die Vergabe. Habtur forderte Transparenz und die Offenlegung der vollständigen Methodik sowie des Vertrags und der Rechnungen des Unternehmens, das die Studie durchgeführt hat, und eines von den Verantwortlichen unterzeichneten technischen Berichts.
Im Widerspruch zur Realität der Branche
Nach Ansicht der Tourismusbranche erreichen die von der Branche verwendeten Daten nicht einmal annähernd diese 40 %. Ohne eine unabhängige Prüfung sei dieser Prozentsatz zumindest „wenig glaubwürdig und trage dazu bei, Alarm zu schlagen, legale Anbieter zu stigmatisieren und die öffentliche Debatte zu verzerren“.
Sollten die illegalen Inserate auf Plattformen jedoch 40 % erreichen, hätte der Tourismusminister der Insel, José Marcial Rodríguez, der seit mehr als zwei Jahren für die Tourismusinspektion zuständig ist, „seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen“, so der Verband.