GEN-GOB

GEN-GOB beklagt Überkapazitäten und Sicherheitsrisiken im UNVRS Club in Ibiza

Die Umweltorganisation fordert dringende Inspektionen und bezweifelt, dass der neue Standort die genehmigte Kapazität des alten Privilege übertreffen kann

Konzert von DJ David Guetta im Nachtclub Pachá auf Ibiza.
ARA Balears
Akt. vor 23 min
3 min

PalmaDie Umweltorganisation GEN-GOB Eivissa hat bei den zuständigen Behörden eine Anzeige wegen möglicher Überbelegung und Sicherheitsproblemen im Nachtlokal UNVRS in Sant Antoni de Portmany eingereicht und eine dringende Untersuchung der Betriebsbedingungen des Lokals gefordert, nachdem sich im Laufe der Saison 2025 Beschwerden gehäuft hatten.

Die Umweltorganisation vertritt die Ansicht, dass das Lokal das Gelände einnimmt, auf dem sich zuvor Privilege befand, einer der symbolträchtigsten Diskotheken der Insel, die eine maximal zugelassene Kapazität von 4.000 Personen hatte. Laut GEN-GOB konnte die Eigentümerschaft nach Jahren ohne Aktivität die Renovierung des Geländes vorantreiben, indem sie davon profitierte, dass das Rathaus von Sant Antoni den Verfall der bestehenden Lizenz nicht erklärt hatte.

Die Organisation weist darauf hin, dass das Projekt von der Schlussbestimmung des Gesetzes 3/2022 über dringende Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft des Tourismus der Balearen Gebrauch gemacht hat. Nach der Auslegung der Gruppe verpflichtete diese Regelung zur Reduzierung der zulässigen Kapazität reformierter Betriebe und erlaubte in keinem Fall deren Erhöhung.

Aus diesem Grund ist der GEN-GOB der Ansicht, dass die gesetzliche Kapazität der neuen Einrichtung 4.000 Personen nicht überschreiten dürfe und sogar im Vergleich zur ursprünglichen Genehmigung hätte reduziert werden müssen.

Darüber hinaus stellt die Organisation die Art der durchgeführten Arbeiten in Frage. Wie in der Anzeige dargelegt, gibt es Anzeichen dafür, dass es sich bei der Intervention nicht um eine einfache Reform, sondern um den Abriss des bestehenden Gebäudes und den Bau eines neuen handelte, was die rechtliche Grundlage, auf der das Projekt bearbeitet wurde, beeinträchtigen könnte.

Die Anzeige folgt nach mehreren Monaten Kontroverse um die tatsächliche Kapazität des Lokals. Der GEN-GOB versichert, dass zahlreiche Berichte in den Medien während der Saison 2025 die gleichzeitige Anwesenheit von 10.000 bis 15.000 Personen im Veranstaltungsort verorteten, Zahlen, die laut der Organisation jede gesetzlich zulässige Kapazität bei weitem übersteigen würden.

Nach Ansicht der Umweltorganisation wirft diese Situation nicht nur Zweifel an der Einhaltung der Vorschriften auf, sondern hat auch Mobilitätsprobleme im Umfeld des Veranstaltungsortes verursacht. Die Organisation meldet wiederkehrende Staus auf der Autobahn Ibiza-Sant Antoni während der Nächte mit maximaler Auslastung und warnt vor der Anwesenheit großer Gruppen von Fußgängern, die sich ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen auf den Zufahrten bewegen.

Im Inneren des Lokals könnten sich jedoch laut GEN-GOB die besorgniserregendsten Situationen ereignen. Die Organisation gibt an, zahlreiche Zeugenaussagen von Nutzern gesammelt zu haben, die von extremen Sättigungszuständen, Bewegungsschwierigkeiten und Problemen beim Zugang zu den Ausgängen berichten.

Zeugenaussagen

Unter den im Rahmen der Anzeige eingereichten Bewertungen befindet sich die eines Kunden, der behauptet, der Veranstaltungsort sei "so voll gewesen, dass es unmöglich war, sich zu bewegen" und dass viele Menschen Angstzustände erlebt hätten. Derselbe Nutzer behauptet, die Publikumsdichte sei vergleichbar mit der einer "Sardinenbüchse" und warnt, dass die Situation "sich einem menschlichen Lawine näherte".

Der Zeuge erklärt, dass er und seine Gruppe fast 100 Pfund bezahlt hätten, um den Veranstaltungsort während eines Auftritts von DJ David Guetta zu betreten, und dass sie nach nur einer Stunde im Inneren beschlossen hätten, den Ort zu verlassen. Berichten zufolge war selbst das Verlassen nicht einfach. "Wir wären früher gegangen, wenn wir gekonnt hätten, aber wegen der Überfüllung konnten wir uns nicht zum Ausgang durchkämpfen", sagt er.

Andere Beschwerden, die von der Organisation gesammelt wurden, beziehen sich auf Gedränge an den Notausgängen, starken öffentlichen Druck in den Tanzbereichen und an den Bars, Schwierigkeiten bei der Fortbewegung, die durch den Durchgang von VIP-Kunden unter Begleitung von Sicherheitspersonal verursacht wurden, und ein weit verbreitetes Gefühl des Kontrollverlusts über die Menschenströme.

Für GEN-GOB zwingt die Übereinstimmung zahlreicher Zeugen, die in die gleiche Richtung zeigen, die Verwaltungen zum Handeln. Die Organisation erinnert daran, dass weltweit Tragödien in Nachtlokalen im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung von Kapazitäten und grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen verzeichnet wurden, und ist der Ansicht, dass die Anzeigen nicht ignoriert werden dürfen.

Angesichts dieser Situation hat die Organisation die Durchführung spezifischer Inspektionen des Ortes, die Eröffnung eines Verwaltungsverfahrens bei festgestellten Unregelmäßigkeiten und die Annahme von Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Nutzer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Veranstaltungsortes gefordert. Ebenso fordert sie, dass die genehmigte Kapazität des Establishments offiziell bescheinigt wird und ob die durch die regionale Gesetzgebung vorgesehene Kapazitätsreduzierung angewendet wurde.

Die Organisation fordert außerdem, dass bei Bestätigung einer unmittelbaren Gefahr für Personen durch die Inspektionen die in Gesetz 7/2013 vorgesehenen vorsorglichen Maßnahmen, einschließlich der möglichen vorübergehenden Aussetzung der Tätigkeit, angewendet werden.

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