Fünf Personen wurden wegen Ausbeutung ausländischer Arbeiter in Friseursalons und Restaurants festgenommen.
Die Operation begann nach einem anonymen Hinweis an den E-Mail-Dienst zur Bekämpfung des Menschenhandels, in dem die Behörden auf mögliche Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht wurden.
PalmeDie Nationalpolizei hat in Palma fünf Personen festgenommen, die der Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte in Friseursalons und Restaurants der Stadt beschuldigt werden. Die Angestellten mussten von Montag bis Sonntag von 9 bis 22 Uhr ohne freie Tage oder Urlaub arbeiten. Die Operation begann nach einem anonymen Hinweis an die E-Mail-Adresse gegen Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung und Arbeitsausbeutung. Der Hinweis machte die Behörden auf mögliche Unregelmäßigkeiten in den Betrieben der nun Festgenommenen aufmerksam. Daraufhin wurde eine gemeinsame Überprüfung mit der Arbeitsinspektion durchgeführt. Im Zuge der Operation wurden in Friseursalons und Restaurants der Balearenhauptstadt mehrere ausländische Arbeitskräfte identifiziert, die keine Arbeitserlaubnis besaßen und sich in einem irregulären Aufenthaltsstatus befanden. Die Ermittler bestätigten überlange Arbeitszeiten, fehlende Arbeitsverträge und unzulässige Lohnabzüge, die zu wirtschaftlicher Abhängigkeit führten. Laut Polizeiangaben waren die Angestellten zudem sozial isoliert, da es ihnen verboten war, mit Kunden zu sprechen, und sie in unzumutbaren Wohnverhältnissen in der Nähe der Lokale lebten. Aus diesem Grund haben die Wohnungsbehörde des Consell de Mallorca und die Abteilung für Stadtplanung der Stadt Palma die entsprechenden Verwaltungsmaßnahmen eingeleitet. Diese Polizeiaktion ist Teil der Maßnahmen der Nationalpolizei gegen Arbeitsausbeutung und die Verletzung der Rechte ausländischer Arbeitnehmer. Die Ermittlungen dauern an, und weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen. Die Polizei weist darauf hin, dass die Telefonnummer 900 10 50 90 kostenlos und vertraulich ist, um Fälle von Menschenhandel, sexueller Ausbeutung oder Arbeitsausbeutung zu melden oder Hilfe anzufordern. Informationen können auch per E-Mail an trata@policia.es angefordert werden.