Erneuter Streik der Ärzte auf den Balearen: Fast 4.000 Operationen und Termine abgesagt

Die meisten Absagen gab es im Bereich der Primärversorgung, wobei Mallorca die am stärksten betroffene Insel ist, gefolgt von Ibiza und Menorca.

Historischer Streik von Ärzten auf den Balearen gegen das Dekret der spanischen Regierung
ARA Balears
18/03/2026
1 min

PalmeDer dritte Tag der neuen Streikwoche der Ärzte auf den Balearen hat laut vorläufigen Daten des balearischen Gesundheitsdienstes (Ib-Salut) vom Mittwoch zur Absage von insgesamt 3.863 Terminen, diagnostischen Tests und Operationen im gesamten Archipel geführt. Mallorca ist mit 3.249 abgesagten Behandlungen die am stärksten betroffene Insel. Die meisten Absagen betrafen die Primärversorgung mit 2.180 verschobenen Terminen. Im Bereich der ambulanten Sprechstunden und diagnostischen Tests wurden 1.615 Termine abgesagt, während 68 Operationen verschoben wurden.

Inselbezogen ist Mallorca am stärksten betroffen: 1.735 Besuche in der Primärversorgung, 1.457 ambulante Termine und diagnostische Tests sowie 57 Operationen. Auf Menorca wurden 201 medizinische Eingriffe abgesagt, davon 112 Besuche in der Primärversorgung, 86 ambulante Termine und 3 Operationen. Ibiza verzeichnete 413 Absagen, davon 333 Besuche in der Primärversorgung, 72 ambulante Termine und diagnostische Tests sowie 8 Operationen. Die Ärztegewerkschaft bekräftigte, dass die Proteste so lange andauern werden, bis Fortschritte bei den Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen und eine Reduzierung der Arbeitsbelastung erzielt werden. Die Situation versetzt das Gesundheitssystem der Balearen in höchste Alarmbereitschaft. Der balearische Gesundheitsdienst (Ib-Salut) versichert, an der Neuplanung der betroffenen Termine zu arbeiten und die Auswirkungen auf die Patienten so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig warnt er davor, dass sich der Terminrückstand in den kommenden Wochen weiter verschärfen könnte.

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