Drei illegale Chalets in einem Schutzgebiet: sieben Jahre Wartezeit auf den Abriss, während dort ein Tourismusgeschäft betrieben wird
Terraferida verklagt die ADT wegen der Situation von drei Häusern in Felanitx und fordert, dass die Verfahren zur tatsächlichen Abriss endlich umgesetzt werden.
Drei illegale Wohnhäuser, die sich innerhalb des ANEI von Sant Salvador in Felanitx befinden, werden immer noch nicht abgerissen, obwohl die Behörden vor Jahren den Abriss angeordnet haben. Die Gebäude, die sich in der Gegend von Firella auf demselben Grundstück befinden, wurden jahrelang als touristische Unterkünfte genutzt und werden laut Terraferida immer noch an Besucher vermietet.
Die Umweltorganisation hat eine neue Anzeige bei der Agentur zur Verteidigung des Territoriums (ADT) eingereicht, um zu fordern, dass gegen die drei Bauwerke, die sich auf dem Grundstück 157 des Polygons 27 befinden und Teil eines der wichtigsten geschützten Naturgebiete Mallorcas sind, vorgegangen wird.
Der Fall ist nicht neu. Die ersten Bauwerke stammen aus den frühen neunziger Jahren, und Ende desselben Jahrzehnts hatte die Gemeinde Felanitx bereits Sanktionsverfahren gegen sie eingeleitet. Jahre später prangerte auch der GOB die Existenz der illegalen Wohnhäuser an.
Der entscheidende Moment kam jedoch im Jahr 2017. In diesem Jahr kündigte die ADT an, dass sie mit den Abrissarbeiten der drei Gebäude beginnen werde. Die öffentliche Stelle wies damals bereits darauf hin, dass die Wohnhäuser nicht nur illegal seien, sondern auch durch touristische Vermietung kommerziell genutzt würden.
Neun Jahre nach dieser Ankündigung werden die drei Häuser immer noch nicht abgerissen.
Illegal, innerhalb eines ANEI und mit touristischem Geschäft
Die Situation ist besonders bedeutsam, da es sich nicht einfach um Gebäude handelt, die noch legalisiert werden müssen. Die drei Wohnhäuser befinden sich im Naturgebiet von besonderem Interesse von Sant Salvador, einem Raum, der unter Umweltschutz steht.
Laut Terraferida wurden zwei der drei Wohnhäuser seit mindestens fünfzehn Jahren an Touristen vermietet und waren im Internet angekündigt. Nun versichert die Organisation, dass sie von Nachbarn Informationen erhalten hat, die darauf hindeuten, dass die touristische Aktivität in den letzten Jahren fortgesetzt wurde, trotz der eröffneten Verfahren und der Ankündigung des Abrisses.
So haben die Verwaltungen Akten und Verfahren angehäuft, während die Gebäude weiterhin wirtschaftliche Aktivitäten generiert haben. Eine Situation, die Terraferida als besonders schwerwiegend erachtet, da die touristische Ausbeutung auf Gebäuden stattgefunden hat, die sich auf geschütztem Land befinden und die die ADT bereits abreißen wollte.
Die Geschichte reicht bis in die frühen neunziger Jahre zurück. Laut der Organisation wuchsen die Gebäude auf demselben Grundstück, bis sie einen kleinen Immobilien- und Tourismuskomplex bildeten, der Ende der neunziger Jahre bereits unter dem Namen Rohiba vermarktet wurde.
Ein Abriss, der jahrelange Verzögerung aufweist
Terraferida schreibt die Verzögerung größtenteils unterschiedlichen Klagen und Verfahren zu, die von der Eigentümerin vor den ordentlichen Gerichten eingereicht wurden. Laut der Organisation hat dieser Weg den Prozess über Jahre hinweg verlängert und die angekündigte Abrissverfügung des ADT verhindert.
Das Ergebnis ist, dass die Häuser ein Jahrzehnt nach Eröffnung des Verfahrens und neun Jahre, nachdem die ADT die Abrissarbeiten angekündigt hat, immer noch einen geschützten Naturraum beanspruchen.
Und der Fall hat eine besonders kontroverse Nebenwirkung: Während dieser Zeit, so Terraferida, standen die Häuser weiterhin im Zusammenhang mit touristischen Vermietungen.
Die Umweltorganisation prangert an, dass diese Art von Situationen die Schwierigkeiten der Verwaltungen bei der Durchführung von Abrissen verdeutlichen, wenn die Eigentümer über die Ressourcen verfügen, um Verwaltungs- und Gerichtsverfahren jahrelang offen zu halten.
Der Fall Sant Salvador legt somit einen doppelten Widerspruch offen: illegal erklärte Bauten beanspruchen weiterhin einen geschützten Naturraum und konnten gleichzeitig jahrelang touristisch genutzt werden.
Terraferida fordert, dass der Abriss wirksam durchgeführt wird und dass der Schutz natürlicher Räume nicht auf eine schriftliche Erklärung beschränkt bleibt. Für die Organisation ist der Schutz nur dann wirksam, wenn die Verwaltungen die Fähigkeit haben, die Konsolidierung von illegalen Handlungen zu verhindern und, vor allem, dass diese schließlich zu profitablen Geschäften werden.