Die Plattform gegen Megakreuzfahrtschiffe prangert an, dass der Rückgang der Kreuzfahrtpassagiere falsch sei.
Die Organisation warnt davor, dass die neue Vereinbarung die gleichen Mengen beibehält, Umweltbelastungen verursacht und die Lebensqualität der Anwohner gefährdet.
PalmeDie Plattform gegen Megakreuzfahrtschiffe bezeichnete das jüngste Abkommen zwischen der Regierung der Balearen, dem Stadtrat von Palma und den großen Kreuzfahrtgesellschaften als „wertloses Stück Papier und eine Farce“. Laut der Organisation stellt der Pakt keine wirkliche Änderung gegenüber dem vorherigen dar und bestätigt, dass „in Palma nicht das Gemeinwohl, sondern die Interessen der großen Kreuzfahrtgesellschaften zählen“.
Die angekündigte Reduzierung der Kreuzfahrtpassagiere von durchschnittlich 8.500 auf 7.500 pro Tag zwischen Juni und September ist laut der Plattform lediglich eine Illusion. Die Kontrollen seien unzureichend, und die Ankunftszahlen blieben nahezu gleich, mit denselben Umweltauswirkungen, warnen sie. „Der Druck der Kreuzfahrtgesellschaften hat die Regierung dazu bewogen, ein Modell zu übernehmen und beizubehalten, das die Stadt zu Überlastung und permanenter Umweltverschmutzung verurteilt“, erklärt Jaume Garau, Sprecher der Plattform. Die Organisation kritisiert, dass Mega-Kreuzfahrtschiffe keinen echten Wohlstand schaffen, sondern nur Krümel hinterlassen, während sie Straßen, öffentliche Plätze und Dienstleistungen verstopfen und Palma in einen „Themenpark des schnellen Konsums“ verwandeln.
Darüber hinaus weisen sie darauf hin, dass mehrere technische Berichte belegen, dass die Hafenanlagen nicht für das Anlegen und Manövrieren großer Kreuzfahrtschiffe mit vollen Sicherheitsgarantien ausgelegt sind, und führen Beispiele wie die von … an. Britannia und die MSC VirtuosaDies gefährdete den Hafen, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten. Die Hafenbehörde der Balearen plant jedoch, den westlichen Wellenbrecher zu erweitern, um Schiffsreparaturen zu verlegen, was den Manövrierraum weiter einschränken wird.
Laut der Plattform haben Regierung und Stadtrat beschlossen, die Interessen großer Konzerne über die der Bürger zu stellen und den Versuch, einen Wandel im Tourismusmodell herbeizuführen, aufgegeben. Jüngste Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger die Anzahl der Megakreuzfahrtschiffe reduzieren möchte, aber laut Garau „interessiert die Meinung der Bürger nicht an denen, die das Abkommen unterzeichnet haben.“
Angesichts dessen fordert die Organisation einen sofortigen Widerruf durch den Bürgermeister von Palma und politische Verantwortung von Regierung und APB. Zudem stellt sie die Frage: „Palma steht nicht zum Verkauf … oder doch?“