Der ehemalige Leiter der Radiologie von Son Espases prangert die Missachtung durch die Geschäftsführung an: "Dass sie nicht in eine andere Richtung schauen"
SATSE verlangt Erklärungen von der Geschäftsführung von Son Espases nach der Anzeige von Sabrina Vidal
PalmaDer ehemalige Leiter der Radiologie des Universitätskrankenhauses Son Espases, Joan Palmer, hat versichert, dass er sich während seines letzten Jahres als Leiter der Abteilung am Universitätskrankenhaus Son Espases "missachtet" gefühlt habe. In einer in den sozialen Medien veröffentlichten Nachricht forderte der inzwischen pensionierte Facharzt den Gesundheitsdienst der Balearen (IB Salut) auf, bei Situationen, die die Gesundheit der Fachkräfte betreffen, nicht "wegzuschauen".
Palmer äußerte sich so in einer Veröffentlichung, in der er der Journalistin Sabrina Vidal seine Unterstützung aussprach, die an diesem Dienstag öffentlich die Episoden von Demütigungen und Mobbing am Arbeitsplatz anprangerte, die sie seitens der Geschäftsführung als Leiterin der Kommunikationsabteilung des Krankenhauses erlitten hatte.
"Möge die Scham die Seite wechseln! Ich unterzeichne die Worte von Sabrina Vidal. Auch ich fühlte mich während meines letzten Jahres als Leiter der Abteilung in Son Espases missachtet", erklärte der pensionierte Radiologe. In seinem Text zur Unterstützung der Journalistin erwähnte Palmer auch die Gesundheitsministerin der Inseln, Manuela García.
Als Reaktion auf die öffentliche Anzeige von Vidal forderte die Pflegegewerkschaft SATSE die Einberufung eines außerordentlichen Ausschusses für Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie einer Personalversammlung, damit die Geschäftsführung von Son Espases Erklärungen zur gemeldeten Situation abgibt und gegebenenfalls ein Verfahren wegen mutmaßlichen Mobbings am Arbeitsplatz eingeleitet wird. Die Gewerkschaft hat zudem die Anwesenheit der Geschäftsführerin des Zentrums, Cristina Granados, bei diesen Treffen gefordert. Die Personalversammlung ist für Montag, den 7. September, angesetzt, während das Datum für den Ausschuss für Sicherheit und Gesundheitsschutz noch festgelegt werden muss. SATSE hält die von der ehemaligen Kommunikationsverantwortlichen beschriebenen Vorfälle für "sehr schwerwiegend" und fordert "null Toleranz" gegenüber jeglicher Form von Mobbing.
Diesen Mittwoch hat auch die Journalistengewerkschaft der Balearen (SPIB) die vom ehemaligen Kommunikationschef angeprangerten Situationen der „Demütigung, des Drucks und der Missachtung“ verurteilt. Die Gewerkschaft hat gefordert, dass jede mögliche Situation von Mobbing am Arbeitsplatz „mit allen Garantien“ untersucht wird und dass gegebenenfalls Verantwortlichkeiten geklärt werden.