ARCA bezeichnet das geplante Bauvorhaben im Fischereigebiet des Hafens von Palma als „inakzeptabel“.
Die Organisation kritisiert die Hafenbehörde dafür, dass sie wirtschaftlichen Kriterien Vorrang vor dem Erhalt des historischen Stadtbildes einräumt.
PalmeDer Verein ARCA hat die vom neuen Konzessionsnehmer für das Fischereigebiet des Hafens von Palma vorgeschlagene Bebauung kategorisch abgelehnt. Er hält das Vorhaben aufgrund seiner starken Auswirkungen auf das maritime Erscheinungsbild der Altstadt für „inakzeptabel“.
Laut einer Erklärung der Organisation benötigt Palma „kein Gebäude, das bewusst so gestaltet wurde, dass es an der Hafenpromenade, in einer besonders sensiblen Lage nur wenige Meter von der Lonja (Fischmarkt) und vor der Kulisse der Kathedrale, extrem sichtbar ist“. ARCA verurteilt den Vorschlag als „ästhetische Kolonisierung“ des historischen Stadtbildes und als Versuch, mit emblematischen Gebäuden wie der Lonja und dem Consolat de Mar visuell zu konkurrieren. Der Denkmalschutzverein hält das Bauwerk für „unverhältnismäßig“ und ästhetisch deplatziert innerhalb eines geschlossenen historischen Ensembles. Darüber hinaus kritisiert er den Versuch des Projekts, sich mit einem „sentimentalen Argument“ auf der Grundlage von Verweisen auf Schiffe und Netze zu rechtfertigen – ein Ansatz, der ihrer Ansicht nach die tatsächlichen Auswirkungen auf das Stadtbild außer Acht lässt. ARCA greift auch die Hafenbehörde scharf an und wirft ihr vor, sich „ausschließlich von wirtschaftlichen Kriterien“ leiten lassen zu haben, ohne ihre Rolle beim Schutz des Kulturerbes von Palma zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang bezeichnet die Organisation die Entscheidung als „unverantwortlich“. Angesichts dieser Situation fordert ARCA den Rückzug des Projekts und besteht darauf, dass künftige Ausschreibungsverfahren so schonend wie möglich gestaltet werden und die Landschaft nicht negativ beeinflussen. „Es ist an der Zeit, dass einige wenige aufhören, von unserem Grundkapital zu profitieren: dem Meer, unserer Geschichte, unserem Stadtbild und unserem kulturellen Erbe“, heißt es in der Erklärung. Die Organisation hat angekündigt, alle beteiligten Behörden zu kontaktieren, um die Umsetzung des Projekts zu verhindern.