Die Regierung vereinheitlicht das Vorgehensprotokoll in Bildungseinrichtungen bei extremen Wetterphänomenen.
Der neue Leitfaden legt Alarmstufen und gemeinsame Kriterien für Schulen und Institute fest, regelt die Abholung von Schülern im Notfall und stärkt die Koordination mit Rettungsdiensten und Familien
PalmaDie Regierung hat an diesem Mittwoch einen neuen Leitfaden für Bildungseinrichtungen vorgestellt, der festlegt, wie Situationen im Zusammenhang mit widrigen Wetterphänomenen wie starken Regenfällen, Dürreperioden, Hitzewellen, starkem Wind und Überschwemmungen zu bewältigen sind. Das Dokument wurde von der Ministerin für Präsidentschaft, Koordination der Regierungsarbeit und lokale Zusammenarbeit, Antònia Estarellas, und dem Minister für Bildung und Universitäten, Antoni Vera, vorgestellt. Wie sie erklärten, entstand das neue Werkzeug mit dem Wunsch, Kriterien zu vereinheitlichen und den Leitungsteams in Notfallsituationen mehr Sicherheit zu geben.
Das Protokoll wurde auf der Grundlage der Erfahrungen während der Dürreperioden, die Ibiza im letzten Herbst betrafen, ausgearbeitet. Diese machten die Notwendigkeit deutlich, einige Verfahren besser zu konkretisieren, insbesondere bei der Verwaltung von Schülerabgängen bei Schulschließungen.
In diesem Sinne legt der Text fest, dass die Schüler das Zentrum nicht ohne ausdrückliche Genehmigung verlassen dürfen. Minister Antoni Vera betonte, dass die Besorgnis der Familien in kritischen Momenten verständlich sei, bestand aber darauf, dass die Bildungseinrichtungen darauf vorbereitet seien, sichere und schützende Räume zu sein.
Warnstufen und klare Anweisungen
Das System legt verschiedene Handlungsszenarien fest, je nach Niveau der meteorologischen Warnung. Bei gelbem Alarm (IG0), wenn das Risiko moderat, aber vorhanden ist, erhalten die Zentren Anweisungen, Aktivitäten im Freien einzuschränken und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Wenn das orangefarbene Niveau (IG1) erreicht wird, steigt das Risiko und die Beschränkungen und die Überwachung werden verstärkt, wobei stets die Anweisungen der Bildungsverwaltung befolgt werden. Im Falle des roten Niveaus (IG2) wird die Aussetzung des Unterrichts angeordnet. Wenn die Situation das schwerste Niveau (IG3) erreicht, handelt es sich um außergewöhnliche Notfälle, die ein Eingreifen auf höherer Ebene erfordern können.
Das Protokoll regelt auch, was je nach Zeitpunkt des Alarms zu tun ist. Wenn es außerhalb der Schulzeit ist, erhält das Personal die Anweisung, sich nicht zum Zentrum zu begeben, und die Aktivitäten werden entsprechend angepasst. Wenn die Situation hingegen eintritt, während der Unterricht stattfindet, muss das Zentrum seine Situation dem 112 melden und die sichere Anwesenheit der Schüler gewährleisten, bis ihre Abholung oder Evakuierung garantiert werden kann. Die Lehrer müssen laut Dokument in den Zentren bleiben, bis alle Schüler versorgt oder sicher transportiert wurden.
Der Leitfaden enthält konkrete Maßnahmen, wie die Reorganisation der Schüler in geschützten Bereichen innerhalb der Zentren, mögliche interne Evakuierungen in sichere Zonen, die Unterbrechung von Lieferungen, falls erforderlich, und die strenge Kontrolle der Ein- und Ausgänge. Auch die Kommunikation mit den Familien und den Notdiensten wird verstärkt, mit offiziellen Kanälen wie Gest-IB, 112 und institutionellen Warnsystemen. Darüber hinaus enthält das Dokument spezifische Merkblätter für jede Art von Wetterphänomen mit angepassten Richtlinien für Regen, Stürme, Wind, extreme Kälte oder Hitze.
Ausbildung und institutionelle Koordination
Wie die Ministerin Estarellas erklärte, haben bereits rund 900 Lehrkräfte eine Ausbildung im Notfallmanagement erhalten, eine Linie, die im kommenden Schuljahr weiter ausgebaut wird. Das System stärkt auch die Koordination zwischen den Bildungseinrichtungen, dem Ministerium und der Generaldirektion für Notfälle und Inneres, die die Alarmstufen festlegt und die Anweisungen an die übrigen Stellen weiterleitet.
Das Protokoll regelt nicht nur die sofortige Reaktion, sondern auch die Prävention und die Rückkehr zur Normalität. In dieser letzten Phase sind Empfehlungen zur Überprüfung von Einrichtungen, zur Überprüfung wesentlicher Dienstleistungen und zur Erfassung möglicher Vorfälle enthalten. Mit diesem neuen Instrument möchte die Regierung den Zentren einen klareren und operativeren Rahmen für das Handeln angesichts immer häufigerer und intensiverer Wetterereignisse bieten, Improvisationen reduzieren und die Sicherheit der Bildungsgemeinschaft stärken.