Der Stadtrat von Manacor wird rechtliche Schritte gegen die einheitliche Schulzone einleiten.

Vertreter des Stadtrats haben sich mit Mitgliedern der öffentlichen und privaten Schulen der Gemeinde getroffen, um die Auswirkungen der Maßnahme zu erörtern.

ARA Balears
20/03/2026

PalmeDer Stadtrat von Manacor kündigte am Freitag an, rechtliche Schritte gegen die Einführung der einheitlichen Schulzone einzuleiten. Zuvor hatte er sich mit den Leitungen der städtischen Vorschulen, Grundschulen und Einrichtungen der frühkindlichen Bildung (0-3 Jahre) getroffen. An dem Treffen nahmen Bürgermeister Miquel Oliver, der Bildungsdezernent Ferran Montero, Mitarbeiter des Bildungsministeriums sowie Vertreter öffentlicher und privater Schulen aus Manacor, Portocristo, Illot und Son Macià teil. Sowohl die Leitungen als auch der Stadtrat äußerten ihren Unmut darüber, dass die Änderung ohne vorherigen Dialog mit den Schulen oder dem Stadtrat beschlossen worden war. Berichten zufolge wurden die Schulen erst informiert, nachdem die Maßnahme bereits formalisiert war.

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Der Bildungsbeauftragte Ferran Montero erklärte, dass der Stadtrat formell ein Treffen mit Regionalminister Antoni Vera beantragt habe, um Klarheit zu schaffen, bisher aber noch keine Antwort erhalten habe. Angesichts dieser Situation wurde beschlossen, ein gemeinsames Schreiben an das Regionalministerium zu senden, in dem ein dringendes Treffen mit Vertretern der Gemeinde und der Schulen gefordert wird. Die neuen Regelungen sehen die Abschaffung des bisherigen Schulbezirkssystems für die Gemeinde vor, die bisher in vier Gebiete unterteilt war: Manacor, Portocristo, Illot und Son Macià. Dieses System hat bisher sichergestellt, dass Kinder in ihrer unmittelbaren Umgebung zur Schule gehen können, wodurch die Nähe und Verbundenheit zum Ort gefördert wird. Die Schulleitungen äußerten Bedenken hinsichtlich der Gefahr, dass das bestehende ausgewogene Schulmodell aufgelöst wird, der steigenden Klassengrößen, der Schwierigkeiten für Familien und der fehlenden Garantien für den Schülertransport. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass andere Gemeinden wie Andratx, Calvià, Santa Margalida und Selva ihre Schulbezirke beibehalten werden, weshalb der Stadtrat von Manacor um Erklärungen bitten wird. Darüber hinaus wurde die Einrichtung eines Analyselabors vorgeschlagen, um die Auswirkungen der Maßnahme zu bewerten und sicherzustellen, dass sie das von Manacor seit 2015 vertretene Bildungsgleichgewicht nicht stört – ein anerkanntes Modell zur Verhinderung von Segregation und zur Förderung von Vielfalt und schulischem Zusammenhalt.