Der Kampf für die öffentliche Schule wird auch gegen das Vorrücken der konzertierten Schule geführt

Das öffentliche Netz fordert, die Priorität zu sein, während die Genossenschaften das Zusammenleben der beiden Netze verteidigen und Stabilität für ihre Projekte verlangen

10/09/2026 - 21:14 h.

PalmaDie Bildungsgemeinschaft sieht das wachsende Gewicht der Privatschulen in der Bildungspolitik der Regierung mit Sorge. Der Familienverband FAPA Mallorca äußert die schärfste Kritik daran. Dessen Vorsitzender, Xavier Ferriol, versichert, dass die Exekutive „eine sehr klare Linie verfolgt, nämlich die Privatisierung des Bildungswesens“, und führt als Beispiele die neuen subventionierten Zweige für das Abitur und den Bereich 0-3 sowie das Dekret über die staatlichen Zuschüsse an, welches, wie er behauptet, „die Privatschulen absichert“. Er prangert zudem an, dass die Regierung, während der Geburtenrückgang den Abbau von Klassen an öffentlichen Schulen ermöglicht, neue subventionierte Klassen schafft.

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Vicenç Garcia von der STEI stimmt der Forderung zu, dass das öffentliche Netz Priorität haben sollte, auch wenn er den Fortbestand der konzertierten Schulen verteidigt. „Die konzertierte Schule ist notwendig, ja. Aber die Investitionen müssen immer zugunsten der öffentlichen Schule erfolgen, nicht der konzertierten“, erklärt er. Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass die konzertierte Schule eine ergänzende Rolle spielen sollte, und schlägt vor, dass ihre Fachkräfte langfristig in das öffentliche Netz integriert werden, sobald dieses durch die Pensionierung seiner Lehrkräfte freie Stellen schafft.

Die konzertierte Schule fordert Stabilität

Bildungskooperativen hingegen verteidigen das aktuelle Modell. Kiko López, Präsident des Bildungssektors der UCTAIB, erinnert daran, dass es „zwei Wege der Beschulung gibt, den öffentlichen und den staatlich subventionierten“ und fordert, dass die subventionierten Zentren ihre Bildungsprojekte beibehalten können. Laut López kann eine subventionierte Kooperative bis zu 8.000 Schüler aufnehmen und benötigt jahrelange Stabilität, um ihr Projekt zu entwickeln.

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Die Debatte hinterlässt zwei gegensätzliche Visionen: Während FAPA vor einer klaren Tendenz zur Privatisierung warnt und die STEI fordert, das öffentliche Schulwesen zu priorisieren, ohne das subventionierte zu schmälern, fordern die Kooperativen das Zusammenleben beider Netzwerke.