Abfall

MÁS per Mallorca kritisiert die „institutionelle Unterwerfung“ des Consell unter die Abfallverlagerung von Ibiza nach Son Reus.

Die Gruppe der Öko-Souveränisten prangert an, dass die PP Mallorca intransparent und ohne wirkliche Beteiligung des Consell in eine Müllhalde für Ibiza verwandle, und warnt davor, dass der „Pilotversuch“ am Ende zur Dauerlösung werden könnte.

ARA Balears
14/03/2026

PalmeMÁS per Mallorca hat Bedenken hinsichtlich der Ankündigung geäußert, dass ein Pilotprojekt zur Verlegung von bis zu 30.000 Tonnen Abfall von Ibiza zur Müllverbrennungsanlage Son Reus im kommenden April starten soll. Die ökosoziale Partei verurteilt diese Entscheidung als Bestätigung dafür, dass die Volkspartei (PP) Mallorca in eine Müllhalde für Abfälle anderer Inseln verwandelt und dabei intransparent agiert, ohne dass der Mallorca-Rat eine wirkliche Rolle im Entscheidungsprozess spielt.

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Laut MÁS beweist die Ankündigung des Präsidenten des Consell de Eivissa, der den Zeitplan des Projekts festlegte, dass der Präsident des Consell de Mallorca, Llorenç Galmés, „bei dieser Entscheidung kein Mitspracherecht hat“. Die Partei hält es für besonders bedenklich, dass Ibiza über den Start eines Projekts entscheidet, das Mallorca direkt betrifft, und dass die Ankündigung nur einen Tag nach der Plenarsitzung des Consell de Mallorca erfolgte, in der die PP die Vereinbarung ohne Angabe von Details billigte. Catalina Inés Perelló, Sprecherin von MÉS per Mallorca im Consell, prangerte das Vorgehen als „undurchsichtig und institutionell unterwürfig“ an. „Die PP hat den Consell de Mallorca zu einem bloßen Verwaltungsorgan für Entscheidungen degradiert, die außerhalb der Insel getroffen werden. Zuerst entscheidet die Balearenregierung, dann verkündet Ibiza es, und Mallorca fügt sich widerstandslos“, erklärte sie. Das Projekt sieht vor, 30.000 Tonnen Abfall von Ibiza zur Müllverbrennungsanlage Son Reus zu transportieren, um die Lebensdauer der Deponie Ca na Putxa zu verlängern. Perelló warnte davor, dass sich hinter dem Etikett „Pilotprojekt“ oft Entscheidungen verbergen, die sich letztendlich als dauerhaft erweisen. „Was heute temporär ist, wird morgen zur Struktur. Mallorca kann nicht für die Planungsfehler anderer Institutionen verantwortlich gemacht werden“, betonte er. MÁS kritisierte zudem die Argumentation der PP, die Anlieferung von Abfall diene der Senkung der Behandlungsgebühren. Laut der ökologisch-souveränistischen Partei schaffe diese Rechtfertigung einen „perversen Anreiz“: mehr Abfall zu verbrennen, um die Bilanz auszugleichen. „Die PP importiert lieber Dung, als sich ernsthaft für die Abfallreduzierung einzusetzen. Das ist ein ökologisch absurdes und politisch unverantwortliches Modell“, schloss Perelló.