Die PP und die PSOE stehen sich wegen des Haushalts von Pollença mit zwei gegensätzlichen Lesarten der Abrechnung gegenüber

Die Volksparteien melden einen Verstoß von 1,5 Millionen und mangelnde Transparenz, während das Regierungsteam verteidigt, dass die Endzahl 884.617 Euro beträgt und jede Finanzkrisensituation ablehnt.

Gemeinde Pollença.
ARA Balears
02/09/2026 - 11:10 h.
3 min

Die Haushaltsabrechnung für 2025 hat in Pollença eine neue politische Konfrontation zwischen der PP und dem Regierungsteam ausgelöst. Beide Seiten sind sich über eine Tatsache einig: Die Stadtverwaltung hat die Ausgabenregel verletzt und muss einen wirtschaftlich-finanziellen Plan ausarbeiten. Die Uneinigkeit besteht jedoch bei der Interpretation der Zahlen und der tatsächlichen Schwere der Situation.

Die PP von Pollença beklagt eine "unkontrollierte Ausgabenpolitik der Gemeinde" und stellt die Transparenz des Regierungsteams in Frage. Die Volkspartei betont eine anfängliche Nichteinhaltung der Ausgabenregel von rund 1,5 Millionen Euro und bringt die Situation mit der Haushaltsführung der letzten Jahre in Verbindung.

Beitrag, in dem die PP die Situation beklagt

Der Sprecher der PP, David Alonso, kritisiert ebenfalls, dass die Informationen mit Verspätung bekannt geworden sind und fordert Erklärungen und politische Verantwortung. Für die Volkspartei ist die Notwendigkeit, einen wirtschaftlich-finanziellen Plan zu erstellen, ein Beweis dafür, dass die Situation korrigierende Maßnahmen erfordert.

Die Diskrepanz über die 1,5 Millionen

Das sozialistische Regierungsteam räumt die Nichteinhaltung ein, lehnt jedoch die Interpretation der PP ab. Laut PSOE entsprechen die 1,5 Millionen Euro einer Anfangszahl und nicht dem endgültigen Berechnungsergebnis.

Die Stadtverwaltung versichert, dass nach Anwendung der gesetzlich vorgesehenen Abzüge für bestimmte Ausgaben, die aus überschüssigen Rücklagen finanziert werden, die Netto-Nichteinhaltung der Ausgabenregel bei 884.617,08 Euro liegt.

Diese Frage wurde auch von der Schatzmeisterin Catalina Carbonell in einem Interview mit Ràdio Pollença erläutert. Wie sie darlegte, muss für ein korrektes Verständnis der Situation die vollständige Berechnung der Ausgabenregel berücksichtigt werden und nicht nur die erste Zahl, die sich vor Anwendung der vorgesehenen Abzüge ergibt.

Daher besteht die Nichteinhaltung und wird von keiner der beiden Parteien bestritten. Der Unterschied liegt in der Zahl, die jede Formation als repräsentativer erachtet, und vor allem in der politischen Interpretation, die sie davon machen.

Eine Nichteinhaltung innerhalb eines Kontos mit positiven Indikatoren

Die PSOE verteidigt, dass die Ausgabenregel nicht isoliert betrachtet werden kann. Laut den vom Regierungsteam vorgelegten Daten zur Abrechnung für 2025 schloss das Rathaus das Geschäftsjahr mit einem positiven Haushaltsüberschuss von 7.946.704 Euro und einem Liquiditätsüberschuss für allgemeine Ausgaben von mehr als 50,5 Millionen Euro ab.

Ein positives wirtschaftlich-vermögensrechtliches Ergebnis von 9,7 Millionen Euro wird ebenfalls hervorgehoben. Darüber hinaus werden laut städtischen Daten die Haushaltsstabilität, die durchschnittliche Zahlungsfrist für Lieferanten von 25,83 Tagen und die Schuldenobergrenze eingehalten. Sowohl das Rathaus als auch EMSER 2002 haben keine Schulden bei Kreditinstituten.

Diese Daten erschweren es, die Nichteinhaltung der Ausgabenregel mit einer finanziellen Krise oder mangelnder Zahlungsfähigkeit gleichzusetzen. Dies beseitigt jedoch nicht die Nichteinhaltung, die durch den entsprechenden Wirtschafts- und Finanzplan korrigiert werden muss.

Hier liegt eine weitere der Differenzen zwischen den beiden Darstellungen. Die PP stellt die Verpflichtung zur Erstellung dieses Plans als Folge der durch die städtische Verwaltung geschaffenen Situation dar. Die PSOE besteht darauf, dass ein Wirtschafts- und Finanzplan nicht dasselbe ist wie ein Anpassungsplan und nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Rathaus wirtschaftliche Probleme hat.

Die andere offene Front ist die der Transparenz. Die PP behauptet, die Informationen seien spät bekannt geworden und beschuldigt das Regierungsteam, mangelnde Transparenz gezeigt zu haben. Die PSOE weist dies zurück und verteidigt, dass die Debatte mit allen Daten auf dem Tisch geführt werden müsse.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Versionen die Nichteinhaltung der Ausgabenregel, die das Rathaus korrigieren muss, übereinstimmen. Die Diskrepanz entsteht, wenn es darum geht, deren Umfang zu bewerten. Die PP sieht in dieser Situation ein Beispiel für schlechtes Management und fordert Verantwortung, während das Regierungsteam verteidigt, dass es sich um eine konkrete Nichteinhaltung innerhalb einer finanziellen Situation handelt, die laut den übrigen Indikatoren der Abrechnung weiterhin positiv ist.

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