Wie Cañellas sagte: „Sie gehören uns nicht.“
PalmeKaum jemand hatte von einer Regierung, die ideologisch dem Laissez-faire-Ansatz deutlich mehr zugeneigt ist als interventionistischen Maßnahmen, solche erwartet. Doch nach den Demonstrationen vor zwei Jahren, bei denen Tausende einhellig ihre Erschöpfung über ein Modell zum Ausdruck brachten, das die Inseln verarmt und überbevölkert, sah sich die Regierung gezwungen, „Maßnahmen“ anzukündigen.
Mit der altbekannten Taktik „Wir brauchen mehr Daten“ wurde der Nachhaltigkeits-Runde Tisch ins Leben gerufen. Trotz der guten Absichten der Organisatoren und sogar einiger beteiligter Branchen verlor er allmählich an Dynamik und Interesse. Monate vergingen, und nicht nur wurde nichts Konkretes erreicht, sondern wir begannen auch zu vermuten, dass die Regierung es gar nicht bemerken würde. Anders ausgedrückt: Die Regierung schafft einen partizipativen Mechanismus mit einem hochkarätigen Expertenteam, bindet wichtige Wirtschaftszweige ein – die unzählige Stunden mit dem Ausfüllen von Formularen, dem Einbringen von Ideen und dem Lesen von Gesetzesentwürfen verbracht haben – und alles läuft im Sande. ARABalears berichtete kürzlich, dass die Regierung von Marga Prohens jegliche Möglichkeit aufgibt, Maßnahmen zur Reduzierung des Touristendrucks umzusetzen. Das Traurigste daran ist die Begründung selbst. Wir haben das kommen sehen. Im Sommer sank der Bevölkerungsdruckindex um weniger als 1 %. Mit anderen Worten: In einem Monat wie Juli wurden statt 2.046.484 nur 2.028.582 Menschen gezählt. Das Kommunikationsteam der Regierung beeilte sich, die Nachricht vom „großen“ Rückgang des Tourismus hervorzuheben. Der Rückzug war unausweichlich. Es sind keine Maßnahmen nötig. Die Geschichte wiederholt sich, und wie Cañellas nach einer Umweltdemonstration sagte: „Sie stehen nicht auf unserer Seite.“