Oliva, Molinet, Gener und Garau, die vier Protagonisten.
13/04/2026
2 min

PalmaEs muss nicht einfach gewesen sein, ein paar Stücke auszuwählen, mit denen der vierzigste Jahrestag einer so bedeutenden Theaterkompanie wie Iguana Teatre gefeiert werden kann. Eine Gruppe, die keine Geschichte ist, sondern „die Geschichte“ des zeitgenössischen Theaters der Balearen, aus dem einfachen Grund, dass sie diejenigen waren, die den Weg ebneten, auf dem viele andere ihre Reise begonnen haben. Sie haben Sa varietat de sa locura ausgewählt, um dieses Ereignis gemeinsam mit dem Teatre Principal zu begehen. Ein Stück, das vielleicht nicht das repräsentativste für ihren Charakter ist, es hätten viele andere aus den über fünfzig sein können, die sie auf die Bühne gebracht haben, aber andererseits ist es der Beweis für ihre Vielseitigkeit, für diese Gewohnheit, auf allen Ebenen des Theaters zu wandeln, von den Klassikern bis zu den Avantgardisten, aus einer erforschenden Perspektive, mit ihrem stets suchenden und respektvoll brechenden Siegel, das sie zu dieser Reihe von Interludes führte, die ein so eigenartiges Spektakel bilden.

Fünf mallorquinische Interludes mit unendlich vielen Charakteren, die ein Theaterkalidoskop bilden, das sich mit schwindelerregender Geschwindigkeit bewegt. Ein Genre, das von nicht wenigen der illustersten Literaten kultiviert wurde, von Cervantes bis Calderón, Lope de Vega, Molière und Beaumarchais ... unter vielen anderen. Die von Pere Fullana gesammelten haben keinen bekannten Autor, sind aber zweifellos das Ergebnis einer Tradition, die ihren Höhepunkt Anfang des 17. Jahrhunderts mit El retablo de las maravillas hatte. Diese Entdeckung ist eine Möglichkeit, ein Kapitel der Theatergeschichte mit einer Reihe von archetypischen Situationen und Charakteren wiederzubeleben und zu beanspruchen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen mögen, aber ein satirisches, zeitloses und detailgenaues Porträt der menschlichen Verfassung sind. Fullana, ebenfalls Regisseur, und Carme Planells, die für die Dramaturgie verantwortlich sind, haben sich für eine ebenfalls einfache, aber gleichzeitig ausgeklügelte Bühne entschieden, mit einer Reihe von Luken und Falltüren, durch die Charaktere und Objekte wie in einem Vaudeville avant la lettre ein- und ausgehen. Verantwortlich dafür, diese unterhaltsame theatralische Wippe für diesen Anlass in Schwung zu halten, sind Rodo Gener, Salvador Oliva, Alícia Garau und Carles Molinet, die mit der für die Argumentationsleichtigkeit dieser kleinen und köstlichen Verkostungen, die nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken anregen, unerlässlichen Flüssigkeit die Rollen wechseln.

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