Das Weben von Zungen, zum immateriellen Kulturerbe erklärt: "Es ist ein mallorquinisches Symbol"
Die traditionelle Ikat-Technik, die seit dem 18. Jahrhundert dokumentiert ist, erhält offiziellen Schutz als lebendiges Kulturerbe der Insel
PalmaDer Consell de Mallorca hat die traditionelle Technik zur Herstellung des Stoffes 'tela de lenguas' zum Immateriellen Kulturerbe (Bicim) erklärt, mit dem Ziel, dieses lebendige Erbe, das tief in der mallorquinischen Identität verwurzelt ist, zu schützen, zu bewahren und seine Kontinuität zu gewährleisten.
Die Technik, bekannt als Ikat, besteht darin, die Fäden vor dem Weben zu färben, und stellt eine einzigartige kulturelle Manifestation dar, die dank der traditionellen Werkstätten der Insel lebendig bleibt.
Der Herstellungsprozess ist vollständig handwerklich und umfasst Phasen wie das Reservierungsfärben, das Spinnen und das Weben, die ein hohes Maß an Geschicklichkeit und spezialisiertes Wissen erfordern, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Technik ist auf Mallorca seit dem 18. Jahrhundert dokumentiert und war historisch sowohl im häuslichen Bereich als auch in der Kleidung und in repräsentativen Räumen präsent.
Derzeit wird die Produktion durch Familienwerkstätten wie Teixits Vicens, Teixits Riera und Artesania Tèxtil Bujosa am Leben erhalten, die traditionelle Prozesse bewahren und das Produkt an zeitgenössische Verwendungszwecke anpassen. Darüber hinaus hat der 'tela de lenguas' eine herausragende Projektion in Bereichen wie Design und Mode erfahren und sich als dynamisches Element des kulturellen Erbes Mallorcas etabliert.
Mit dieser Erklärung werden Schutzmaßnahmen gefördert, die die Förderung, Verbreitung und Unterstützung der Handwerksbetriebe sowie Initiativen zur Gewährleistung der Authentizität des Produkts und zur Bekämpfung der Konkurrenz durch Nachahmungen umfassen.
Die Vizepräsidentin und Kultur- und Kulturerbeministerin, Antònia Roca, betonte, dass "der 'tela de lenguas' nicht nur ein handwerkliches Produkt ist, sondern ein Symbol, das von der gesamten mallorquinischen Gesellschaft geteilt wird und im täglichen Leben, in der Dekoration, in der Mode und in unserer visuellen Kultur präsent ist". Sie unterstrich auch, dass "mit dieser Erklärung ein entscheidender Schritt getan wird, um sicherzustellen, dass er an zukünftige Generationen weitergegeben und vor Bedrohungen wie industriellen Nachahmungen geschützt wird".
Der Präsident des Consell de Mallorca, Llorenç Galmés, hob hervor, dass "diese Erklärung eine Anerkennung für eines der symbolträchtigsten Elemente unserer Kultur und für die Arbeit der Handwerker ist, die dieses Handwerk über Generationen hinweg am Leben erhalten konnten".
In derselben Sitzung wurden die mallorquinischen Rondallas, vor der Ratifizierung im Plenum des Consell de Mallorca, offiziell zum immateriellen Kulturgut erklärt, als Anerkennung ihres Wertes als wesentlicher Ausdruck der mündlichen Überlieferung und des Kulturerbes der Insel.