Zwei Babys mussten nach ihrer Ankunft auf Ibiza mit dem Boot wegen Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Mädchen, 2 Jahre und 18 Monate alt, reisten auf einem Boot mit 32 Migranten aus Subsahara-Afrika, das von Algerien aus gestartet war.
PalmeZwei Babys im Alter von 2 Jahren und 18 Monaten wurden nach ihrer Rettung aus einem Boot mit Anzeichen von Dehydrierung im Krankenhaus Can Misses auf Ibiza behandelt. Laut Angaben des Gesundheitsdienstes der Balearen (Ib-Salut) befinden sich die Kinder auf der Kinderstation und erholen sich gut. Die Mädchen waren mit 32 Migranten aus Subsahara-Afrika auf einem Boot unterwegs, das am Samstag vor Ibiza abgefangen wurde. Es handelt sich um eines von drei Booten, deren Verschwinden letzte Woche gemeldet wurde, wie die NGO Caminando Fronteras bestätigte. Zunächst war von 30 Insassen die Rede, inzwischen wurde jedoch bestätigt, dass sich auch die beiden Kinder an Bord befanden. Das Boot war am 22. Januar von der algerischen Küste aus in See gestochen und beförderte neben anderen Passagieren drei Frauen und zwei Kinder. Nach ihrer Rettung durch die Seenotrettung konnten die Migranten ihre Familien in ihren Herkunftsländern kontaktieren, die die humanitäre Organisation zuvor über ihr Verschwinden informiert hatten. Die Regierungsdelegation auf den Balearen hatte am Freitag berichtet, die algerische Marine habe zwei der als vermisst gemeldeten Boote abgefangen, ohne jedoch Details zu nennen, die deren Identifizierung ermöglicht hätten. Am selben Tag retteten die Guardia Civil und die Seenotrettung vor der Südküste Mallorcas ein weiteres Boot mit 22 Personen an Bord, das sich als eines der vermissten Boote herausstellte. Da das Boot am Samstag vor Ibiza abgefangen wurde, stimmt laut Caminando Fronteras mindestens eines der von den algerischen Behörden zunächst gemeldeten Boote nicht mit den vermissten überein. Die beiden Kinder befinden sich weiterhin im Krankenhaus und werden ärztlich beobachtet.