Wenn du Feigen essen musst, dann iss meine: Die Kampagne von Lloret und Arcufi zur Rettung des Feigenbaums
Am nächsten 29. Mai wird die Gemeinde die 45. Ausgabe des Sequer-Festes ausrichten
LloretDer Feigenbaum ist seit Jahrhunderten eines der Symbole der Landschaft und der Speisekammer Mallorcas, aber sein Überleben hängt nicht nur vom Klima ab, sondern auch von unseren Kaufentscheidungen. Mit dieser Überzeugung entsteht die neue Initiative der Vereinigung zur Wiederherstellung des Feigenanbaus, bekannt als ARCUFI, die gerade in Lloret de Vistalegre die Kampagne mit einem ebenso direkten wie suggestiven Slogan vorgestellt hat: „Wenn du Feigen isst, iss meine.“ Dieser Vorschlag ist nicht nur ein Wortspiel mit lokalen Sorten, sondern ein dringender Aufruf zur Verantwortung der Verbraucher und zum Selbstwertgefühl des Primärsektors.
Der Kern der Kampagne, die am vergangenen Samstag vor der Messe mit sehr attraktivem grafischem Material wie Plakaten, T-Shirts und Taschen vorgestellt wurde, entspringt der Notwendigkeit, die Landwirte der Insel zu unterstützen, die diesen Anbau noch betreiben. Von der Vereinigung ARCUFI erklären sie, dass „die Absicht kein Verfallsdatum hat, denn die Aufgabe, das agrarische und kulturelle Erbe zu bewahren, ist ein ständiger Kampf“. Obwohl der Slogan mit der doppelten Bedeutung und den Namen der Sorten unseres Landes spielt, ist das Endziel, das Produkt von null Kilometer zu schätzen und zu gewährleisten, dass die lokalen Sorten in der Region, in El Pla und auf der gesamten Insel verwurzelt bleiben.
Die Initiative wird eine direkte und sehr sichtbare Auswirkung auf die Feier der 45. Ausgabe des Sequer-Festes haben, das am 29. August stattfindet. Dieses Jahr wird das Fest nicht nur eine Leistungsschau sein, sondern einen qualitativen Sprung in Richtung Authentizität machen. Zum ersten Mal wurden die Regeln des gastronomischen Marktes überarbeitet und es wird gefordert, dass alle servierten Gerichte Feigen als Zutat enthalten. Sie müssen nicht der absolute Hauptbestandteil sein, aber sie müssen in jeder Zubereitung vorhanden sein, sei es als Beilage oder als Teil des Hauptgerichts, wodurch der Tag zu einem authentischen kulinarischen Labor rund um diese Frucht wird.
Aber ARCUFI und die Festkommission wollten noch einen Schritt weiter gehen, um den Kreislauf des lokalen Konsums zu schließen. Damit niemand eine Ausrede hat, wurde ein umfassendes Verzeichnis von Landwirten und Produzenten aus Mallorca erstellt, die Feigen und ihre Derivate verkaufen. Diese Liste wurde allen Marktständen zur Verfügung gestellt, damit sie genau wissen, wo sie auf der Insel angebaute Produkte kaufen können. Diejenigen, die nachweisen, dass ihre Feigen hier angebaut und geerntet wurden, erhalten ein besonderes Abzeichen, das an ihrem Stand ausgestellt wird, so dass die Besucher schnell erkennen können, wo dieses Engagement für lokale Produkte praktiziert wird.
Eine weitere große Neuerung, die Lloret zum neuralgischen Zentrum für die Wiederbelebung der Art machen wird, ist die Eröffnung eines Raumes, der ausschließlich mallorquinischen Baumschulen gewidmet ist. Diese Idee ergibt sich direkt aus den Anfragen, die ARCUFI täglich von Menschen erhält, die einen Feigenbaum in ihrem Haus pflanzen möchten und nicht wissen, wo sie einen von lokaler Sorte mit Garantien finden können. Mit dieser Baumschulenmesse und der Präsenz von Vereinen, die sich dem Erhalt lokaler Sorten widmen, soll jeder Bürger ermutigt und erleichtert werden, zur Erhaltung dieses Erbes beizutragen.
An der Präsentation nahmen Mitglieder des Konsistoriums von Lloret sowie Toni Feliu, Landwirt und Mitglied der Vereinigung lokaler Sorten, teil, der die Bedeutung der Schaffung eines Netzwerks zwischen Erzeugern und Verbrauchern bekräftigte.
Seit seiner Gründung im Jahr 1981 hat sich das Sequer-Fest von einem kleinen Treffen zur Erinnerung an die Trocknung von Obst auf den Gutshöfen zu einer massenhaften Veranstaltung entwickelt, die heute mit der Kampagne „Wenn du Feigen isst, dann meine“ mehr denn je auf ihre Ursprünge und die Zukunft der mallorquinischen Landwirtschaft pocht.