Serra-Gesetz

"Es hat keinen Sinn, die Landschaft zu schützen, ohne die Sprache": Vorwürfe wegen der Abwesenheit des Katalanischen im Gesetz über die Serra

Plataforma per la Llengua reicht Einwände gegen die Norm des Consell de Mallorca ein und warnt, dass der Text keine Maßnahmen zur Gewährleistung des Katalanischen als Schlüsselelement der Kulturlandschaft der Serra de Tramuntana enthält

Son Marroig
ARA Balears
Akt. vor 25 min
2 min

PalmaPlataforma per la Llengua hat Einwände gegen den Vorentwurf eines Gesetzes zur Regelung der Kulturlandschaft der Serra de Tramuntana eingereicht, um zu fordern, dass die Verordnung die katalanische Sprache explizit schützt und fördert.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung verteidigt die Organisation, dass die Sprache ein „konstitutives“ Element der Kulturlandschaft sei und warnt, dass die vorgesehenen Maßnahmen unzureichend sein könnten, wenn sie diese Dimension nicht einbeziehen. Daher hat sie die Bürger ermutigt, bis zum 15. April mit dem von ihr erstellten Modell und Leitfaden Einwände einzureichen.

Unter den Vorschlägen fordert die Plattform die Aufnahme von Sprachklauseln in die öffentliche Auftragsvergabe und die Festlegung einer Catalanischkenntnis für das mit der Verwaltung des Gebiets verbundene Personal. Laut der Organisation sollten Arbeitnehmer in den Diensten überwachung, öffentlicher Dienst oder Umweltbildung ein "angemessenes" Niveau der Sprache nachweisen.

Darüber hinaus fordert sie, dass Catalanisch die Verkehrssprache bei der Erbringung von Dienstleistungen sowie bei der Beschilderung und Kennzeichnung des Gebiets ist. Sie ist auch der Ansicht, dass kulturelle, bildende, sportliche oder touristische Aktivitäten, die institutionelle Unterstützung in der Serra erhalten, diese als Hauptsprache verwenden sollten.

Die Plattform argumentiert, dass die Sprache gemäß der UNESCO-Konvention zum immateriellen Kulturerbe ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Vielfalt und der Wissensvermittlung ist. „Es ergibt keinen Sinn, Besitztümer, Olivenhaine oder historische Wege zu schützen, wenn nicht auch die Sprache geschützt wird, die ihnen ihren Namen gegeben und ihre übergenerationale Weitergabe ermöglicht hat“, so die Aussage.

Schließlich kritisiert die Einrichtung, dass der vom Consell de Mallorca geförderte Text keine explizite Bezugnahme auf den Schutz der eigenen Sprache enthält und ist der Ansicht, dass er vom geltenden Rechtsrahmen in sprachlichen Angelegenheiten abweicht. Daher besteht sie darauf, dass das neue Gesetz konkrete Maßnahmen zur Gewährleistung der Präsenz und Förderung des Katalanischen innerhalb dieses zum Weltkulturerbe erklärten Raumes aufnehmen sollte.

stats