Gewerkschaften prangern die "schlechte Planung" des Bildungsministeriums bei den Stellen für Erzieherinnen und Erzieher der Kindergärten an
ANPE warnt, dass das Zuteilungssystem Anwärter mit höheren Punktzahlen benachteiligen kann, und STEI beklagt, dass noch 33 Stellen zu besetzen sind
PalmaDie Gewerkschaften ANPE und STEI haben am Dienstag das Management des Bildungsministeriums bei der Zuweisung von Stellen für Kleinkinderzieher (TEI) kritisiert und einen Mangel an Planung angeprangert, der laut den Organisationen sowohl Fachkräfte als auch Kinder beeinträchtigt.
ANPE hat in Frage gestellt, dass das Bildungsministerium nur eine Woche nach dem ersten Verfahren, bei dem 10 Stellen angeboten wurden, ein zweites ordentliches Verfahren mit elf neuen TEI-Stellen eröffnet hat, die am 1. September besetzt werden sollen.
Von den elf neuen Stellen haben sieben eine Laufzeit von neun Monaten und vier sind unbefristete Stellen mit Verträgen von bis zu drei Jahren. Gerade diese vier Stellen haben die Hauptkritik von ANPE hervorgerufen. Laut der Gewerkschaft hätten diese Stellen in der ersten Ausschreibung enthalten sein müssen, damit alle Mitglieder der Liste entsprechend ihrer Punktzahl darauf zugreifen könnten.
ANPE warnt, dass Bewerber mit hohen Punktzahlen, die am ersten Verfahren teilgenommen und eine neunjährige Stelle erhalten haben, nicht mehr am zweiten Verfahren teilnehmen können. Auf diese Weise hätten sie keine Möglichkeit mehr, die neuen freien Stellen zu besetzen, auch wenn sie aufgrund ihrer Position in der Liste Vorrang hätten. Für die Gewerkschaft ist diese Situation eine Folge des "Mangel an Planung" des Ministeriums und kann zu Ungleichheiten zwischen den Bewerbern führen.
STEI spricht von einer "unwiderruflichen Katastrophe"
Die STEI hat auch die Verwaltung der TEI-Stellen kritisiert und die Situation als "irreversiblen Schaden" bezeichnet. Laut Gewerkschaft sollten Ende Juli 49 freie Stellen für das gesamte Schuljahr ausgeschrieben werden, aber bis diesen Dienstag wurden nur 20 vergeben.
Von den 20 vergebenen Stellen wurden 16 durch Ernennungen aus Produktionsgründen besetzt, eine vertragliche Regelung, die laut STEI "sowohl den Kindern als auch den Fachkräften schadet". Diese Verträge haben eine Laufzeit von neun Monaten, so dass laut Gewerkschaft die Klassenzimmer ab dem 1. Juni ohne diese Fachkräfte sein werden. Die restlichen vier Stellen entsprechen freien Stellen.
Die STEI beklagt, dass die TEI, die seit langem stabile Arbeitsplätze fordern, mit diesem System zur "Prekarität, Befristung und Instabilität" verurteilt werden. Die Gewerkschaft lehnt auch ab, dass das Ministerium die Probleme auf Computerfragen zurückführt. Laut STEI sind die Stellen seit Monaten geschaffen und budgetiert, und daher fordert sie die Bildung auf, "die Dinge richtig zu machen". Laut Daten, die die Gewerkschaftsorganisation eingesehen hat, wären für das gesamte Schuljahr noch etwa 33 TEI-Stellen zu vergeben. Die STEI fordert, dass diese Ernennungen als Interimsverträge und nicht als neunmonatige befristete Stellen erfolgen, um die Kontinuität der Fachkräfte und die Betreuung der Schüler während des gesamten Schuljahres zu gewährleisten.