Eine auf Mallorca lebende Schweizerin beansprucht das Erbe eines französischen Millionärs aus dem 19. Jahrhundert.
Zum Kulturerbe gehören Burgen, Schlösser, Häuser, Landgüter, Juwelen und Kunstwerke.
PalmeEine auf Mallorca lebende Schweizerin und ein Verwandter in dem Alpenstaat haben ein Verfahren eingeleitet, um einen Teil des Erbes des französischen Millionärs Esteban Descloux aus dem 19. Jahrhundert einzufordern, der vor etwa 200 Jahren eine Frau aus Menorca heiratete. Laut Europa Press kontaktierten beide Verwandten die auf derartige Fälle spezialisierte Anwaltskanzlei Osuna, um ihren Anteil an einem großen Anwesen einzufordern, das angeblich Schlösser, Paläste, Häuser, Landgüter, Schmuck und andere Vermögenswerte sowie zahlreiche Kunstwerke umfasst.
Rechtsanwalt Fernando Osuna erklärte, dass die mutmaßlichen Nachkommen über ausreichende Dokumente und Stammbäume verfügen, um ihre Abstammung aus derselben Familie zu beweisen. Über die Herkunft des als „Ritter Descloux“ bekannten Mannes gibt es zwei Versionen. Einerseits könnte er ein Geschäftsmann gewesen sein, der in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts sein Vermögen in der Seeschifffahrt machte, während andere Hypothesen darauf hindeuten, dass er ein mit dem Adel verbundener Militär war.
Der Anwalt wies darauf hin, dass einige Erben auf das Erbe verzichteten und es zu Streitigkeiten und familiären Konflikten kam. Neben dem Descloux-Vermögen ist ein weiterer Nachlass mit diesem Erbe verbunden, der ein Schloss in Monaco sowie zahlreiche Häuser und Ländereien umfasst. Einige Nachkommen starben kinderlos, sodass die Seitenlinie offen blieb.
Das Verfahren hat gerade begonnen. Die ersten Schritte bestehen darin, die Schlösser, Paläste, Häuser, Juwelen, Kunstwerke und den gesamten Nachlass zu identifizieren und zu lokalisieren. Dazu gehört auch die Suche nach Testamenten, die Feststellung der Eigentümerschaft und die Beschaffung der relevanten Unterlagen bei den Grundbuchämtern und Notaren. Gleichzeitig werden mit dem Erbe verbundene Verwandte kontaktiert. In den 1960er Jahren beanspruchten bereits zwei mallorquinische Familien das Erbe des Millionärs.