Ein in Palma wegen Misshandlung der Nichte seiner Partnerin verurteilter Flüchtiger wurde in Kolumbien festgenommen.
Der Mann war zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er die Nichte seiner Partnerin in einem Haus in Palma misshandelt hatte.
PalmeEin Mann wurde in Kolumbien festgenommen, nachdem er aus Palma geflohen war, um einer Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs eines siebenjährigen Mädchens zu entgehen. Die Festnahme erfolgte in der Stadt Pereira im Departamento Risaralda im Rahmen einer gemeinsamen Operation der kolumbianischen Polizei und der Staatsanwaltschaft mit Unterstützung internationaler Organisationen.
Laut kolumbianischen Behörden erfolgte die Festnahme aufgrund einer Interpol-Fahndungsausschreibung (Red Notice), einem internationalen Haftbefehl, der auf Antrag der Justizbehörden von Palma ausgestellt wurde. Der Mann wurde gesucht, nachdem er Spanien verlassen hatte, ohne inhaftiert worden zu sein. Die Taten, für die er verurteilt wurde, datieren aus dem Jahr 2022. Laut den Ermittlungen soll der Angeklagte die Nichte seiner Partnerin in der gemeinsamen Wohnung in Palma sexuell missbraucht haben. Im Januar 2024 verurteilte ihn das Provinzgericht Palma zu zweieinhalb Jahren Haft, nachdem er die Taten gestanden hatte. Zusätzlich zur Haftstrafe ordnete das Gericht an, dass er dem Opfer 4.000 € Schmerzensgeld für die erlittenen seelischen Belastungen zahlen muss. Der Mann trat seine Haftstrafe jedoch nicht an und floh nach Kolumbien. Daraufhin erließ das Gericht einen Haftbefehl, der es schließlich ermöglichte, ihn aufzuspüren und festzunehmen.