Ein dritter Mann wurde festgenommen, weil er ein Wohnhaus in Manacor angezündet hat: "Wir haben euch ohne Haus gelassen und wir werden euch töten"
Die Nationalpolizei schreibt dem neu Verhafteten eine mögliche Beteiligung an dem Brand zu, der vier Brandherde hatte und von denen zwei an den einzigen Ausgangswegen des Gebäudes lokalisiert wurden
PalmaDie Nationalpolizei hat an diesem Montag einen dritten Mann festgenommen, der mutmaßlich mit der vorsätzlichen Brandstiftung an einem Wohnhaus in Manacor und Morddrohungen gegen dessen Bewohner in Verbindung steht – ein Fall, den die Ermittler mit einer möglichen Rache für eine finanzielle Schuld in Verbindung bringen.
Beamte der Kriminalpolizei von Manacor konnten bei der Aufklärung der Vorfälle Fortschritte erzielen, nachdem verschiedene Ermittlungsschritte es ermöglicht haben sollen, die mutmaßliche Täterschaft oder Beteiligung weiterer Personen an dem Brand zu bestimmen, wie die Nationalpolizei mitteilte. Mit dieser neuen Festnahme setzen die Ermittler ihre Bemühungen fort, alle an den Vorfällen beteiligten Personen zu identifizieren und ausfindig zu machen, sodass weitere Verhaftungen nicht ausgeschlossen sind.
Ein Dutzend Jugendlicher auf der Suche nach den Bewohnern
Die Ereignisse ereigneten sich am vergangenen Dienstagmorgen, als mehrere Streifen der Bürgerwehr-Brigade wegen einer Meldung über Drohungen mit einer Schusswaffe in einer Wohnung am Stadtrand von Manacor angefordert wurden. Nach Angaben der übergeordneten Polizeidirektion der Balearen erklärten zwei Männer, die sich in der Wohnung aufhielten, den Beamten, dass etwa zehn junge Leute, die im Dorf bekannt seien, dort aufgetaucht seien, um die Begleichung einer Schuld zu fordern.
Die Jugendlichen sollen begonnen haben, Morddrohungen auszusprechen, und eine der Personen, die mutmaßlich an den Ereignissen beteiligt war, trug eine Pistole. Aus Angst, angegriffen zu werden, versteckten sich die beiden Bewohner und flohen anschließend rennend aus der Wohnung, bis sie sich in einem Gebüsch versteckten. Die Beamten leiteten verschiedene Schritte ein, um den Vorfall zu klären, und führten Razzien sowie Kontrollen an den Ein- und Ausgängen von Manacor durch.
Währenddessen blieb eine Streife bei den Opfern und begleitete sie zu der Wohnung, in der die Drohungen stattgefunden hatten. Bei der Ankunft stellten die Polizisten fest, dass Rauch und Flammen aus dem Inneren drangen. Feuerwehr und örtliche Polizei waren bereits dabei, das Feuer zu löschen. In diesem Moment erhielt eines der Opfer einen Anruf von einem der mutmaßlichen Täter, der ihn aufgefordert haben soll, zu einem Punkt im Dorf zu kommen, um die Schulden zu begleichen. Während des Gesprächs, so die Polizei, bedrohte der Mann sie weiter und sagte schließlich: "Wir werden euch töten, wir haben euch bereits ohne Haus zurückgelassen".
Vier Brandherde
Schließlich lokalisierten die Beamten zwei der mutmaßlichen Täter und nahmen sie wegen Brandstiftung fest. Einer von ihnen wird zudem wegen Bedrohung beschuldigt. Die Ermittlungen wurden anschließend der Kriminalpolizei der Dienststelle in Manacor übertragen, die gemeinsam mit Beamten der Spurensicherung eine Untersuchung des Gebäudes durchführte.
Während dieser Untersuchung stellten die Ermittler fest, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war, und lokalisierten vier verschiedene Brandherde. Zwei dieser Brandherde befanden sich an den einzigen Ausgängen der Wohnung. Zudem soll einer der zuerst Festgenommenen Schäden an den Sicherheitseinrichtungen der Polizeidienststelle verursacht und die Beamten angegriffen haben, weshalb er zusätzlich wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte festgenommen wurde. Bezüglich des dritten Festgenommenen schreibt ihm die Nationalpolizei vorläufig ein mögliches Brandstiftungsdelikt zu. Die Ermittlungen dauern an.