Die Hafenlieger von Puerto de Andratx warnen vor "unerschwinglichen" Preiserhöhungen
Nahezu hundert Kleinbootbesitzer beklagen starke Preiserhöhungen nach dem Wechsel im Management der Liegeplätze.
AndratxDie Situation der Liegeplätze im Port d’Andratx hat bei maritimen Organisationen Alarm ausgelöst. ADN Mediterrani und die Associació d’Amarristes d’Andratx haben beschlossen, ihre Bemühungen zu bündeln, um eine Lösung für die fast hundert Besitzer von Kleinbooten zu fordern, die von den Änderungen im Zuge der neuen Hafenverwaltung betroffen sind.
Wie sie berichten, wurden viele Nutzer, die bisher als Basisliegeplatzinhaber galten, nun als Durchreisende behandelt, was zu einer sehr erheblichen Erhöhung der Gebühren führt. Einige Betroffene geben an, dass sie von monatlich weniger als 200 Euro auf Angebote von über 1.000 Euro gestiegen sind, eine Situation, die sie für viele traditionell mit dem Hafen verbundene Familien als unzumutbar betrachten.
Der Konflikt entsteht nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die Vergabe von Liegeplätzen neu geregelt hat. Aus diesem Grund fordern die beiden Organisationen eine dringende Reaktion von PortsIB und bitten darum, den sozialen und traditionellen Charakter der lokalen Nautik zu berücksichtigen.
Der Präsident der Associació d’Amarristes d’Andratx, Toni Oliver, erklärt, dass sie der Verwaltung bereits verschiedene Vorschläge unterbreitet haben, um eine vorübergehende Lösung für die Situation zu finden, während die noch auszuschreibenden Stege geklärt werden.
Der Präsident von ADN Mediterrani, Lorenzo Pons, ist der Ansicht, dass das, was in Andratx geschieht, ein weiteres Beispiel für die wachsende Schwierigkeit ist, für die lokale Bevölkerung den Zugang zu den Häfen der Balearen zu erhalten. Er warnt, dass der fortschreitende Verlust von Räumen, die mit sozialer Nautik verbunden sind, dazu führen könnte, dass die Häfen nur noch für große Boote und zahlungskräftige Nutzer reserviert werden.
Die Organisationen betonen, dass es sich nicht nur um eine wirtschaftliche Frage handelt, sondern auch darum, einen Teil der maritimen Identität Mallorcas zu bewahren. Daher fordern sie, dass die Verwaltungen Formeln prüfen, um sicherzustellen, dass soziale und traditionelle Nutzungen weiterhin in den Häfen der Balearen Platz finden.