Die Hoteliers von Mallorca zur Demonstration gegen die Sättigung: "Sie benutzen den Tourismus als Sündenbock"

Die FEHM verteidigt, dass der touristische Druck hauptsächlich auf Wohnungsdefiziten, Infrastruktur und nicht reguliertem Angebot beruht und präsentiert ihre neue Kampagne 2026 mit Botschaften des Zusammenlebens zwischen Anwohnern und Besuchern.

ARA Balears
10/06/2026

PalmaDer Hotelunternehmerverband von Mallorca (FEHM) hat an diesem Dienstag seinen Respekt für die für Juli in Palma geplante Demonstration gegen die touristische Übersättigung bekundet, aber die Darstellung des Protests scharf kritisiert, die seiner Meinung nach "den Tourismus als Sündenbock benutzt".

Der Präsident des Verbandes, Javier Vich, hat erklärt, dass die aktuelle Situation, die die Insel erlebt, nicht allein auf die touristische Aktivität zurückgeführt werden könne, sondern vor allem auf strukturelle Defizite zurückzuführen sei, die sich jahrzehntelang in den Bereichen Wohnen, Infrastruktur und Mobilität angehäuft hätten.

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"Es ist nicht fair, dem Tourismus eine mangelnde Planung der Verwaltungen der letzten 20 Jahre anzulasten", sagte Vich, der die Notwendigkeit verteidigte, die Debatte auf die Grundursachen des territorialen und städtischen Modells Mallorcas auszurichten.

Nach Angaben des Hotelverbandes konzentriert sich ein erheblicher Teil des touristischen Wachstums der letzten Jahre nicht auf das regulierte Angebot, sondern auf "schwer zu kontrollierende" Unterkunftsformen, wie z. B. Unterkünfte von Familien oder Freunden und die illegale touristische Vermietung, die die reale Einschätzung des Drucks auf die Insel verzerren.

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In diesem Sinne vertritt die FEHM die Ansicht, dass dieses parallele Angebot eine zusätzliche Belastung für das Gebiet darstellt und die Verwaltung öffentlicher Dienstleistungen erschwert, insbesondere in der Hochsaison, wenn die Nachfrage sprunghaft ansteigt.

Die Rolle des Hotelsektors und die Debatte über das Modell

Der Arbeitgeberverband hat auch die Rolle des Hotelsektors im Tourismussystem der Balearen verteidigt, den er für leichter zu regulieren und zu überwachen hält. Laut der FEHM bietet das Hotelmodell Kontrollmechanismen, Besteuerung und kontinuierliche Investitionen, im Gegensatz zu anderen Unterkunftsarten mit geringerer administrativer Rückverfolgbarkeit.

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Der Verband warnt, dass die Debatte über Sättigung nicht auf eine Konfrontation mit dem Tourismus an sich reduziert werden kann, sondern Elemente wie Stadtplanung, Mobilitätsmanagement und die Regulierung des Wohnungsangebots beinhalten muss.

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Neue Kampagne des Sektors: Zusammenleben und "geteilte Verantwortung"

Parallel zu diesen Erklärungen hat die FEHM die neue Ausgabe der Kommunikationskampagne vorgestellt, mit der der Hotelverband die Idee des Zusammenlebens zwischen Anwohnern und Besuchern verstärken will.

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Unter den Botschaften von 'This is your holiday. This is our home' und 'Let's keep it special together', geht die Initiative von der Idee aus, dass Mallorca sowohl ein touristisches Reiseziel als auch ein alltäglicher Lebensraum ist und dass beide Realitäten nebeneinander bestehen müssen.

Der Verband verteidigt, dass der Tourismus eine Schlüsselwirtschaftsaktivität für die Insel ist, betont aber, dass die Nachhaltigkeit auch von der Beteiligung der Verwaltungen und der Regulierung aller Akteure auf dem Unterkunftsmarkt abhängt.

In diesem Zusammenhang fordert die FEHM einen globaleren Ansatz für die Sättigungsdebatte, der nicht nur die Zahl der Besucher berücksichtigt, sondern auch, wie der Druck auf das Territorium organisiert und verteilt wird.