17 Personen sterben, nachdem sie fünfzehn Tage lang auf See trieben und versuchten, Mallorca mit einem Schlauchboot zu erreichen

Zwei Überlebende, südwestlich der Insel mit Anzeichen von Unterernährung und Dehydrierung gerettet, berichteten, dass 19 Personen an Bord des Bootes reisten

Ein leeres Boot
ARA Balears
04/08/2026 - 08:43 h.
1 min

PalmaDie Migrationsroute nach den Balearen hat eine neue Tragödie gefordert. Mindestens 17 Migranten sind gestorben, nachdem sie 15 Tage auf See treibend verbrachten, während sie versuchten, mit einem Boot die Küsten Mallorcas zu erreichen. Nur zwei Personen konnten in den frühen Morgenstunden dieses Dienstags gerettet werden, wie die Delegation der spanischen Regierung auf den Balearen mitteilte.

Die Rettung ereignete sich gegen 3:00 Uhr, als die Seenotrettung ein Boot 12,68 Seemeilen südwestlich von Mallorca lokalisierte. Die beiden Überlebenden, nordafrikanischer Herkunft, mussten sofort medizinisch versorgt werden, da sie deutliche Anzeichen von Unterernährung und Dehydrierung zeigten. Anschließend wurden sie in das Universitätsklinikum Son Espases gebracht.

Dem Bericht zufolge, den sie den Rettungsmannschaften gaben, befanden sich an Bord des Bootes insgesamt 19 Personen, die fünfzehn Tage auf See getrieben sein sollen, bevor das Boot gefunden wurde. Die beiden Überlebenden geben an, dass die anderen 17 Personen während der Überfahrt ums Leben kamen.

Angesichts dieser Informationen hat die Seenotrettung einen Hubschrauber eingesetzt, um die Gegend nahe dem Fundort des Bootes zu durchsuchen, und auch eine Warnung an die Seefahrer herausgegeben, um mögliche Überlebende oder Wrackteile zu finden.

Diese neue Tragödie fällt mit einer weiteren Rettung in derselben Nacht zusammen. Um 5:15 Uhr half die Seenotrettung einem weiteren Boot mit 15 nordafrikanischen Personen an Bord, das etwa 30 Seemeilen südwestlich von Ibiza lokalisiert wurde.

Die beiden Einsätze belegen erneut die Intensität der Migrationsroute nach den Balearen während der Sommermonate sowie das hohe Risiko, das Personen eingehen, die versuchen, mit notdürftigen Booten auf den Archipel zu gelangen.

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