Die Ärzte auf den Balearen werden im Februar erneut streiken.
Die Ärztegewerkschaft der Balearen
PalmeÄrzte auf den Balearen und auch in anderen autonomen Gemeinschaften bereiten einen schlagen Für Februar ist ein unbefristeter Ärztestreik geplant. „Wir lassen uns nicht länger schlecht behandeln.“ Dies gab Miguel Lázaro, Präsident der Ärztegewerkschaft der Balearen (Simebal), am Mittwoch bekannt. Er erklärte, die Streikmodalitäten würden nach Verhandlungen mit den Madrider Gewerkschaften festgelegt. Der Streik werde stattfinden, falls der spanische Gesundheitsminister die Gewerkschaften nicht bis Februar kontaktiere. Lázaro stellte klar, der Streik richte sich nicht gegen die Gesundheitsministerin der Balearen, Manuela García, sondern gegen die spanische Gesundheitsministerin Mónica García und die Regierung von Pedro Sánchez, die seiner Meinung nach „für die Situation aller Ärzte verantwortlich“ sei. Die Ärzte protestieren, weil die aktualisierten Bestimmungen zu ihren Arbeitsrechten „die Achillesferse des öffentlichen Gesundheitssystems, den Mangel an Fachärzten, nicht angehen“ und daher „von der gesamten Branche völlig abgelehnt“ worden seien. Die Ärzte kritisieren, dass der Entwurf weder die Besonderheiten ihres Berufsstandes anerkennt noch angemessene Arbeitsbedingungen gewährleistet. Sie bemängeln die übermäßige Arbeitsbelastung, die Unsicherheit der Bereitschaftsdienste, die unzureichende Vergütung und das völlige Fehlen von Aufstiegschancen. Zudem beanstanden sie die Absicht des Ministeriums unter Mónica García (Sumar), Abteilungsleitern und Assistenzärzten im ersten Jahr die gleichzeitige Tätigkeit im öffentlichen und privaten Sektor zu untersagen. Zu ihren Hauptforderungen zählen eine eigene Satzung mit spezifischen Vertretern, eine Berufsklassifizierung, die die Stufe MECES III anerkennt, die Anerkennung von Bereitschaftsdiensten als bezahlte Überstunden mit Anrechnung auf die Rentenansprüche, die Abschaffung von Praktiken wie Zwangsversetzungen und „Dienstbedarfsversetzungen“ sowie ein dienstleistungsorientiertes System.
Die Volkspartei (PP) des Consell de Mallorca wird ihrerseits am Donnerstag in der Plenarsitzung des Inselparlaments einen Antrag einbringen, der den Rückzug der vom Gesundheitsministerium vorgeschlagenen Reform des Rahmenstatuts fordert und einen Dialogprozess mit den Angehörigen der Gesundheitsberufe und den autonomen Gemeinschaften anregt.