Der Textilstreik schließt Filialen großer Marken in Palma und Ibiza

Arbeiter großer Ketten mobilisieren sich gegen den neuen staatlichen Tarifvertrag wegen des möglichen Verlusts von Arbeitsrechten

Arbeiterinnen der Textilgeschäfte während der Mobilisierung
ARA Balears
24/05/2026
1 min

PalmaDer am vergangenen Samstag ausgerufene Streik im Textil- und Schuhsektor hat auf den Balearen Nachwirkungen gezeigt und zur Schließung mehrerer Geschäfte großer Ketten in Palma und Ibiza geführt. Der von der UGT im Rahmen eines staatlichen Aufrufs initiierte Protest lehnt die Voreinigung des neuen staatlichen Kollektivvertrags ab, die von der Arbeitgebervereinigung ARTE gefördert und mit CCOO und Fetico unterzeichnet wurde.

In Palma versammelten sich rund 200 Personen auf dem Passeig del Born mit Transparenten und Rufen gegen das, was sie als Kürzung von Arbeitsrechten betrachten. Während der Mobilisierung waren kritische Botschaften gegen den neuen Tarifvertrag und die großen Unternehmen des Sektors zu sehen.

Laut Gewerkschaft hat der Streik insbesondere Geschäfte großer Marken wie Zara, Bershka, Pull&Bear, Oysho, Mango und Massimo Dutti betroffen. In einigen Fällen blieben die Geschäfte geschlossen, in anderen öffneten sie zwar, aber mit reduzierten Belegschaften und eingeschränkten Bereichen.

Die UGT warnt, dass der zukünftige staatliche Tarifvertrag es großen Unternehmen ermöglichen könnte, sich von den regionalen Tarifverträgen zu lösen, wie dem der Balearen, wo derzeit günstigere Arbeitsbedingungen aufrechterhalten werden. Die Gewerkschaft versichert, dass dies Fragen wie Gehälter, Urlaubsansprüche, Zulagen für Krankheitsfälle und die Bedingungen von Saisonarbeitern betreffen könnte.

Unter den Kritikpunkten warnen sie auch davor, dass eine Verkäuferin von jährlich rund 21.000 Euro auf etwas mehr als 18.000 Euro sinken könnte, zusätzlich zu einer Reduzierung der Zulagen für Arbeit an Sonn- und Feiertagen.

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