Gericht

Der Stadtrat von Palma beginnt mit der Enteignung der unterirdischen Räumlichkeiten der Plaza Mayor.

Das Verfahren betrifft 25 Betriebe und eine Fläche von knapp 2.000 Quadratmetern mit einem Gesamtbudget von rund 4,2 Millionen Euro.

Galerien des Plaza Mayor.
ARA Balears
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PalmeDer Stadtrat von Palma hat das Enteignungsverfahren für die Räumlichkeiten im Untergeschoss der Plaza Mayor eingeleitet. Die Kosten belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Euro. Dies gab die Stadtsprecherin Llorenç Bauzá am Mittwoch nach der Sitzung des Stadtrats bekannt.

Die Maßnahmen betreffen insgesamt 25 Ladenlokale und deren Gemeinschaftsflächen mit einer Gesamtfläche von fast 2.000 Quadratmetern. Laut Bauzá ist diese Maßnahme unerlässlich, um die Ladenpassagen dieses zentralen Platzes wiederzubeleben und die Arbeiten des umfassenden Sanierungsprojekts für den Platz anschließend wieder aufzunehmen. Die Enteignungsakte wird einen Monat lang öffentlich einsehbar sein, und der Wert der Lokale wird in einem gemeinsamen Bewertungsverfahren ermittelt. Der Sprecher stellte klar, dass die Ladenlokale aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe nicht alle den gleichen Wert haben werden. Bezüglich des Zeitplans gab er an, dass die Stadtverwaltung die Flächen voraussichtlich zwischen Sommer und Ende 2026 zur Verfügung stellen könnte, wobei der genaue Zeitplan von möglichen Einwänden abhängt.

Die Neugestaltung der Plaça Major geht auf einen Ideenwettbewerb zurück, den das Team von Barceló Balanzó Arquitectes und Scob Arquitectura i Paisatge gewann. Der ausgewählte Entwurf vereint architektonische Qualität, Respekt vor dem historischen Erbe und eine verbesserte öffentliche Nutzung des Platzes, um den sozialen und territorialen Zusammenhalt Palmas zu stärken. Das Projekt sieht die Öffnung der unterirdischen Galerien und die Schaffung eines großen, offenen zentralen Bereichs vor. Unter anderem wird das Ende der La Rambla mit dem Platz verbunden, die Einfahrt zur Tiefgarage unterirdisch verlegt und der Komplex auf zwei Ebenen neu organisiert. Oberirdisch bleibt ein großer, offener und flexibler Raum erhalten, während im Untergeschoss – wo sich derzeit die Galerien befinden – ein großes Atrium oder eine Agora entsteht. Ziel ist es, das derzeitige Gefühl eines geschlossenen und ungenutzten Raumes zu beseitigen und ihn in einen offenen, in das städtische Leben integrierten Bereich zu verwandeln.

Darüber hinaus plant der Stadtrat, das zukünftige Stadtinterpretationszentrum auf der Plaza Mayor anzusiedeln, ein Schlüsselelement zur Stärkung von Palmas Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2031. Diese Einrichtung ist als Kern eines Netzwerks von Ausstellungsräumen konzipiert, zu dem auch Can Serra und der Stadtturm gehören werden.

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