Diskriminierung

Beschwerde wegen sprachlicher Diskriminierung im Leroy Merlin in Palma: „Wenn Sie mich nicht auf Spanisch ansprechen, bediene ich Sie nicht.“

Laut Aussage des Professors ereigneten sich die Vorfälle in einem Leroy-Merlin-Geschäft, als eine Verkäuferin ihm sagte, dass sie ihn auf Katalanisch nicht verstehe und ihn aufforderte, mit ihr auf Spanisch zu sprechen.

ARA Balears
28/01/2026

PalmeGabriel Bibiloni, Linguist und emeritierter Professor für Katalanische Philologie an der Universität der Balearen (UIB), gab in den sozialen Medien bekannt, dass er nach einem neuen Fall von sprachlicher Diskriminierung aufgrund der Verwendung des Katalanischen eine Beschwerde bei der Verbraucherschutzbehörde Consum eingereicht hat. Laut Bibiloni ereignete sich der Vorfall in einem Leroy-Merlin-Geschäft in Palma. Eine Verkäuferin erklärte ihm, sie könne ihn auf Katalanisch nicht verstehen und forderte ihn auf, Spanisch mit ihr zu sprechen. „Wenn Sie nicht Spanisch mit mir sprechen, helfe ich Ihnen nicht“, sagte die Verkäuferin.

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In diesem Zusammenhang bedauerte Bibiloni den Vorfall und erklärte, er habe sich an die Verbraucherschutzbehörde der Balearen gewandt. Er reichte dort eine Beschwerde ein, was ihn, wie er anmerkte, aufgrund technischer Probleme mit der Website der Regionalregierung einen ganzen Vormittag gekostet habe. Anschließend kontaktierte die Verbraucherschutzbehörde das Unternehmen, das daraufhin mit einer Stellungnahme antwortete, in der es behauptete, den Kunden telefonisch kontaktiert und sich entschuldigt zu haben. Laut Bibiloni teilte ihm die Verbraucherschutzbehörde mit, er habe zehn Tage Zeit, gegen die Antwort des Unternehmens Berufung einzulegen. Gleichzeitig wurde ihm jedoch mitgeteilt, dass das Verfahren keine Strafe nach sich ziehen würde, da es für solche Fälle keine spezifischen Sanktionen gebe. „Da es keine rechtlichen Sanktionen gibt, dürfte das Ganze letztendlich wirkungslos und reine Zeitverschwendung sein“, resümierte Bibiloni in seinem Beitrag. Er beklagte, dass Verbraucher auf den Balearen hinsichtlich ihrer Sprachrechte „völlig ungeschützt“ und „Unternehmensmissbrauch ausgesetzt“ seien. Der Philologe bekräftigte seine öffentliche Beschwerde und rief andere dazu auf, solche Missstände ans Licht zu bringen.