Der Kabinettschef der Regierung sagt vor Gericht aus im 'Fall Chauffeur'
Der anzeigende Beamte präsentiert ein ängstlich-depressives Bild und ist der Ansicht, dass Jurado einen "illegalen, ungerechten und willkürlichen" Plan ausgeheckt hat, um eine Arbeitsstelle für seinen Verwandten zu erhalten.
PalmaDer Kabinettschef der Präsidentin der Regionalregierung, Alejandro Jurado, traf am Dienstag "ruhig" ein, wie er selbst kurz vor 09.30 Uhr vor den Gerichten in der Avenida Alemanya erklärte, um als Verdächtiger wegen einer geringfügigen Verwaltungsprävokationsstraftat im Zusammenhang mit mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei der Auswahl eines Fahrers auszusagen, der letztendlich einem Verwandten zugutekam.
Prohens' rechte Hand blieb etwas mehr als fünf Minuten im Gerichtssaal und beantwortete nur die Fragen seines Anwalts. Beim Verlassen zeigte er sich gegenüber den Medien erneut "ruhig" und sagte, es sei "sehr gut gelaufen".
Gemeinsam mit ihm ist der Verwandte geladen, der angeblich davon profitierte.
Das Gerichtsverfahren ergibt sich aus einer Klage, in der ein Beamter den Kabinettschef der Präsidentin der Regionalregierung, Marga Prohens, beschuldigte, einen Plan zur Änderung der Kriterien für die Auswahl eines Fahrers ausgeheckt zu haben, damit ein Verwandter, der sich zusammen mit 200 weiteren Bewerbern auf die Stelle beworben hatte, davon profitiert.
Der Beamte, der seit zwei Jahren unter einer ängstlich-depressiven Störung leidet, ist der Ansicht, dass Jurado einen "illegalen, ungerechten und willkürlichen" Plan schmiedete, um seinem Verwandten eine Arbeitsstelle zu verschaffen, indem er eine öffentliche Ausschreibung zur Besetzung der Fahrerstelle manipulierte, wie Europa Press berichtet.
Die Regionalregierung hat jederzeit verteidigt, dass es sich um eine freie Ernennung nach dem festgelegten Verfahren handelt.
Am vergangenen Donnerstag bekräftigte der Anzeigenerstatter seine Anzeige und versicherte, dass er psychisch immer noch stark beeinträchtigt sei.
Als die Anzeige Ende November öffentlich wurde, drückte Prohens ihre "absolute Gelassenheit" aus und betonte, dass die Einstellung des Fahrers "nach einem geregelten Verfahren" erfolgte.