Überschüsse

„Billige Drogen und ungesunder Lebensstil“: Die andere Seite des Luxus auf Ibiza in Epsteins E-Mails

Die Gespräche des Tycoons mit seinem engsten Kreis enthüllen die Exzesse, die hinter den verschwenderischen Partys verborgen liegen.

13/02/2026

PalmeDie vom US-Außenministerium freigegebenen Hunderte von E-Mails des Magnaten Jeffrey Epstein enthüllen die Schattenseiten des Luxustourismus auf Ibiza. Obwohl die Behörden der größten der Pitiuseninseln jahrelang damit geprahlt haben, die Insel zum Zentrum dieses kaufkräftigen Touristensegments gemacht zu haben, verbirgt die Realität auch ein Leben in Exzessen. Fernab der Bilder von weißen Stränden, internationalen DJs und Millionen-Villen zeigen einige der Korrespondenzen eine kritische und sogar schonungslose Sicht auf die Insel und den Lebensstil bestimmter Kreise. So schreibt beispielsweise eine Vertraute Epsteins unverblümt, dass sie nie wieder nach Ibiza zurückkehren werde, weil es „zu viel“ sei. In einer zweiten, noch expliziteren E-Mail gibt sie dem Empfänger folgende Empfehlung: „Geh zum Yoga, nicht in Nachtclubs mit widerlichen Leuten. Ibiza ist billige Drogen, nicht gesundes Leben.“ Die E-Mails bestätigen, dass Exzesse und die Normalisierung von Drogenkonsum zum Nachtleben auf diesen exklusiven Privatpartys gehören.

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Dies ist kein konventioneller Tourismus oder alltägliches Inselleben, sondern ein ganz bestimmter Markt: abgelegene Villen, wöchentliche Mieten im sechsstelligen Bereich. Afterpartys Diese endlosen Prozesse und der ständige Strom von Models, Geschäftsleuten und Vermittlern prägen diesen Kontext. Drogen werden als leicht erhältlich und billig beschrieben und sind in eine Kultur des Exzesses integriert, die wirtschaftliche Macht, Straflosigkeit und die ständige Suche nach Stimulation vereint.

Solche verschwenderischen Partys sind in Epsteins Umfeld keine Ausnahme, sondern ein wiederkehrendes Muster an anderen Orten seines Netzwerks – von St. Tropez bis New York –, wo äußerer Glamour mit ungezügeltem Verhalten einhergeht. Der Unterschied liegt darin, dass diese Intensität auf Ibiza laut den E-Mail-Korrespondenzen noch verstärkt zu sein scheint. Die Insel gilt für viele Kunden als globales Urlaubsziel, das Diskretion, Exklusivität und Freizügigkeit perfekt vereint.

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Die E-Mails bieten eine Insiderperspektive, die der oberflächlichen Darstellung von Luxus widerspricht und Ibiza im letzten Jahrzehnt zu einem äußerst exklusiven Reiseziel gemacht hat. In einem weiteren Nachrichtenaustausch mit Epstein spricht ein Gesprächspartner von nächtlichen Partys und Exzessen und erinnert alle daran, dass „was auf Ibiza passiert, bleibt auf Ibiza“, wodurch das Bild der Insel als Ort der Freizügigkeit in der internationalen Öffentlichkeit weiter gestärkt wird.