Antifaschistische Graffiti an der Feixina vor der Ultra-Kundgebung in Palma
Der Monolith ist mit Botschaften gegen Rassismus und Faschismus inmitten der Spannung zwischen Ultra-Gruppen und antifaschistischen Kollektiven aufgetaucht
PalmaDer Monolith der Feixina in Palma ist diesen Samstag mit mehreren antifaschistischen Graffiti aufgetaucht, inmitten der Kontroverse um die für Sonntag, den 24. Mai, geplante Kundgebung. An der Fassade des Monolithen sind die Botschaften 'Rassismus, Faschismus weder jetzt noch jemals' und 'Nie wieder' zu lesen, begleitet von einem anarchistischen Symbol.
Die Aktion erfolgt, nachdem die rechtsextreme Gruppe Núcleo Nacional eine Kundgebung in La Feixina gegen den möglichen Abriss des Denkmals angekündigt hat, der mit der Anwendung des Gesetzes über demokratische Erinnerung verbunden ist. Die neofaschistisch inspirierte Gruppe verteidigt den Monolithen, der den Toten des Kreuzers Baleares gewidmet ist, und beschuldigt die spanische Regierung, die Geschichte „auslöschen“ zu wollen.
Der Aufruf hat eine starke Reaktion antifaschistischer Kollektive auf Mallorca hervorgerufen, die vor dem „offen neonazistischen“ Charakter von Núcleo Nacional gewarnt und dazu aufgerufen haben, ihre Präsenz in Palma zurückzuweisen. Sie erinnern auch daran, dass die Gruppe in den letzten Monaten verschiedene Vandalismusakte und Hassbotschaften verübt hat, darunter die Bemalung der Büste von Aurora Picornell und Naturgebieten Mallorcas.
Das Feixina-Denkmal ist seit Jahren Gegenstand politischer und gesellschaftlicher Debatten in Palma. Die neue Eskalation der Spannungen steht kurz vor einer Mobilisierung, die die Konfrontation zwischen Ultra-Gruppen und antifaschistischen Kollektiven in der Stadt wiederbeleben könnte.