Die Regierung erklärt den Ausbau des CEU Beato Luis Belda zu einem strategischen Projekt

Die Regierung wandte dieselbe Vorgehensweise an, um die Ankunft des Zentrums auf Mallorca zu beschleunigen, was aufgrund der beschleunigten und intransparenten Bearbeitung Kontroversen auslöste.

PalmeDie Regierung hat am Freitag die Erweiterung der CEU Beato Luis Belda Universität, die zur San Pablo CEU Universitätsstiftung gehört, als Projekt von besonderem strategischem Interesse (PEIE) erklärt. Dies schließt die Einbeziehung des Grundstücks in der Straße Son Serra Perera 3, bekannt als Son Serra Perera-Anwesen, ein. Die Erweiterung, die in das bereits am 25. September 2025 als PEIE deklarierte Universitätsprojekt integriert ist, soll den Campus um neue institutionelle Räumlichkeiten und Einrichtungen für Lehre und Forschung ergänzen. Das Son Serra Perera-Anwesen, das am 5. Februar 2026 von der San Pablo CEU Universitätsstiftung erworben wurde, wird Verwaltungs- und Fakultätsbüros, eine Bibliothek, einen Ausstellungs- und Konferenzsaal sowie Außenflächen für Studierende beherbergen, wie der Regierungssprecher auf einer Pressekonferenz erklärte. Mit der PEIE-Deklaration und gemäß Gesetzesdekret 8/2025 wird die primäre Nutzung des Grundstücks automatisch zu Bildungszwecken.

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Laut der Regierung soll dieses Projekt den strukturellen Bedarf an Gesundheitsfachkräften auf den Balearen decken – angesichts der alternden Belegschaft, des Mangels an Pflegepersonal und des durch die Insellage und die Saisonalität bedingten erhöhten Drucks auf das Gesundheitssystem. Es wird erwartet, dass das Programm nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen auf Physiotherapie, Psychologie, Zahnmedizin und Pharmazie ausgeweitet wird. Die Regierung argumentiert, dass die erhöhte Anzahl an Stellen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des Gesundheitssystems und zur Eindämmung der Abwanderung junger Talente aus dem Archipel beitragen wird.

Kontroverse und Widerstand

Trotz der Argumente der Regierung war die Bearbeitung und Genehmigung des Zentrums von Anfang an umstritten. Ein Hauptgrund für die Kontroverse war das beschleunigte Verfahren bei der Bearbeitung der Genehmigungen und Erklärungen. Kritiker bemängelten, dass die Genehmigung zur Angliederung des Zentrums an die San Pablo CEU Universität und dessen Einstufung als strategisches Projekt durch Notfallmaßnahmen oder Dekrete erfolgte und somit die vollständige parlamentarische Debatte sowie die üblichen Kontrollmechanismen in universitären Verfahren dieser Art umging. Dieses beschleunigte Vorgehen nährte Zweifel an der Transparenz und der Möglichkeit einer Bevorzugung durch die Regionalregierung. Auch die Privatisierung der Hochschulbildung wurde infrage gestellt. Das Projekt ist zum Symbol einer breiteren Diskussion über die zukünftige Struktur des balearischen Hochschulsystems geworden. Die Regierung argumentiert, die Gründung des Zentrums entspreche dem realen Bedarf, das Angebot an Studiengängen im Bereich der Gesundheitswissenschaften zu erweitern und junge Talente auf den Inseln zu halten. Einige Mitglieder der Universitätsgemeinschaft und der politischen Opposition warnen jedoch davor, dass diese Initiative die Hochschulbildung kommerzialisieren und den Einfluss privater Universitäten auf Kosten öffentlicher ausweiten könnte. Dies könnte ein duales Bildungsmodell verfestigen, in dem nur diejenigen Zugang zu bestimmten prestigeträchtigen Studiengängen haben, die sich teure Studien leisten können.

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Kritiker argumentieren, dass selbst mit Stipendien die hohen Studiengebühren an privaten Hochschulen (beispielsweise über 20.000 € jährlich für Medizin) vielen Familien den Zugang zu höherer Bildung erschweren und die soziale Ungleichheit im Hochschulwesen verstärken könnten. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass private Zentren wie dieses Dozenten der staatlichen Universität abwerben und deren Kapazität weiter schwächen könnten. Andere Stimmen betonten die akademischen und bildungspolitischen Kriterien. Einige Quellen merkten an, dass die Regionalregierung die Anbindung des Zentrums genehmigte, bevor alle üblichen technischen Gutachten vorlagen und zu einem Zeitpunkt, als die nationalen Bestimmungen zur Gründung neuer Universitätszentren kurz vor einer Änderung standen und strengere Anforderungen eingeführt wurden. Dies nährte den Verdacht, dass eine Gesetzeslücke ausgenutzt wurde, um die Realisierung des Projekts zu ermöglichen.