Die Familien der CEIP Son Pisà, zur Ankunft von Roldán: "Die Lösung kann nicht sein, ihn von Zentrum zu Zentrum zu verlegen"

Sie fordern mehr Transparenz im Bildungswesen und Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit von Kindern angesichts der Wiedereinstellung des wegen Belästigung verurteilten Lehrers

Schüler am Eingang der Grundschule CEIP Son Pisà
ARA Balears
22/04/2026
2 min

PalmaDie Familien der CEIP Son Pisá haben ihre “tiefe Besorgnis” über die Einstellung von Miquel Roldán in die Schule geäußertgerichtliche Verurteilung wegen Belästigung eines Minderjährigen, eine Situation, die nach ihren Angaben “Alarm und Beunruhigung” innerhalb der Bildungsgemeinschaft ausgelöst hat.

In einer Erklärung betonen die Eltern, dass die Sicherheit, das Wohlergehen und der Schutz der Kinder ‘immer Priorität haben’ in jeder Bildungsumgebung. Aus diesem Grund fordern sie die Bildungsverwaltung auf, ‘klare und transparente’ Informationen über die ergriffenen Maßnahmen und die bestehenden Garantien für eine sichere Umgebung für die Schüler zu erhalten.

Die Familien bitten das Bildungsministerium, den Fall zu prüfen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Vertrauen der Bildungsgemeinschaft zu wahren. In diesem Sinne sind sie der Ansicht, dass die institutionelle Reaktion nicht auf die Versetzung des Lehrers zwischen den Zentren beschränkt sein kann, sondern ‘eine eingehende Überprüfung’ und Maßnahmen beinhalten muss, die ‘klare und sichere Antworten’ bieten.

Die Erklärung thematisiert auch die Notwendigkeit, eine breitere Reflexion über die geltenden Vorschriften und mögliche Verbesserungen anzustoßen, und drückt die Bereitschaft aus, weiterhin mit der Leitung der Einrichtung und den Institutionen zusammenzuarbeiten, um das Wohlergehen der Kinder zu gewährleisten.

Ein Fall, der die Debatte neu eröffnet

Die Einstellung an der CEIP Son Pisà ist Teil des Falls des Lehrers Miquel Roldán, der wegen Belästigung eines minderjährigen ehemaligen Schülers zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde, ein Urteil, das vom Gericht von Palma bestätigt wurde.

Trotz der Verurteilung ordnete das Gericht seine Unfähigkeit, den Lehrberuf auszuüben, nicht an, da es davon ausging, dass die Fakten nicht direkt mit der beruflichen Tätigkeit verbunden waren, was ihm ermöglichte, weiterhin in Bildungseinrichtungen zu arbeiten.

Die Ereignisse reichen bis ins Jahr 2020 zurück, als der Lehrer Kontakt zu einem minderjährigen ehemaligen Schüler aufnahm, mit dem er sich Jahre zuvor getroffen hatte, und begann, ihn mit hartnäckigen Nachrichten und Treffervorschlägen zu belästigen, bis zu dem Punkt, an dem der Minderjährige Angst zeigte und eine Annäherungsanordnung erlassen wurde.

Frühere Proteste und Kontroversen

Der Fall hatte bereits zu Beginn des Schuljahres eine heftige Kontroverse ausgelöst, als Roldán dem CEIP Maria Antònia Salvà in Son Sardina zugewiesen wurde. Seine Anwesenheit löste eine beispiellose Reaktion der Familien aus, die elf Tage lang ihre Kinder aus Protest nicht zur Schule brachten.

Außerdem hatte die Bildungsbehörde eine psychiatrische Untersuchung zur Feststellung der Eignung des Lehrers für die Arbeit mit Minderjährigen erwogen, diese wurde jedoch nie durchgeführt und schließlich zurückgezogen, was die Kritik und das Gefühl mangelnder präventiver Maßnahmen verstärkt hat.

Der Fall hat auch das Parlament erreicht, wo die Bearbeitung einer möglichen Gesetzesänderung eingeleitet wurde, um Personen, die wegen Belästigung von Minderjährigen verurteilt wurden, die Ausübung von Berufen mit regelmäßigem Kontakt zu Kindern zu verbieten, wenn keine ausdrückliche Entmündigung vorliegt.

In diesem Zusammenhang rückt die Aufnahme in das CEIP Son Pisà die Debatte über die rechtlichen Grenzen und den Schutz von Minderjährigen wieder in den Mittelpunkt der Bildungs- und politischen Agenda der Inseln.

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