Den beiden Kapitänen eines Bootes, das in Formentera ankam, drohen 14 Jahre Haft.

Die Staatsanwaltschaft fordert für jeden der Angeklagten eine siebenjährige Haftstrafe wegen eines Verbrechens gegen die Rechte ausländischer Staatsbürger.

ARA Balears
11/01/2026

FormenteraDie zweite Kammer des Provinzgerichts Palma führt diesen Freitag um 9:30 Uhr eine Vorverhandlung im Prozess gegen zwei Männer durch, die beschuldigt werden, ein Boot gesteuert zu haben, das im vergangenen Juni die Küste von Formentera erreichte. Die Staatsanwaltschaft fordert für jeden der Angeklagten eine siebenjährige Haftstrafe wegen eines Verbrechens gegen die Rechte ausländischer Staatsbürger. Laut Anklageschrift legte das Boot am frühen Morgen des 19. Juni vor der Küste von Tipassa, Algerien, ab und erreichte Formentera gegen 16:00 Uhr des folgenden Tages. An Bord befanden sich 16 Personen, darunter zwei Minderjährige, die angeblich zwischen 6.000 und 8.000 Euro für die Überfahrt bezahlt hatten. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass das Leben der Insassen während der Überfahrt ernsthaft gefährdet war, da das Boot nicht den Mindestanforderungen an die maritime Sicherheit entsprach und über keine Rettungsausrüstung verfügte. Während der Fahrt war einer der Angeklagten für die Bedienung des Motors mithilfe eines GPS-Geräts zuständig, während der andere das Betanken mit den fünfzehn 30-Liter-Benzinkanistern an Bord übernahm. Die Staatsanwaltschaft betont zudem, dass keiner der Angeklagten über die notwendigen Kenntnisse oder die erforderliche Ausbildung zur Navigation dieses Schiffstyps verfügte.