Vor den alten Küstenwachtürmen wurden Bastionen errichtet, um den Artillerieeinsatz mit besserer Abdeckung und kleinerem Verteidigungsperimeter zu ermöglichen: Die Arbeiten verwandelten den ursprünglichen Turm in eine Festung mit befestigten Ecken.
Von der Burg Sant Carles zum Leuchtturm Portopí: eine Route durch Palmas Wächter
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg wieder aufgerüstet: Im 19. Jahrhundert wurden Artilleriegeschütze installiert und später beherbergte die Festung das Militärhistorische Museum.
Die Bau- und Instandhaltungskosten wurden von verschiedenen Stellen (Krone, Institutionen und Zünften) gedeckt, wobei lokale Materialien verwendet wurden, die mit Eseln transportiert wurden; um Kosten zu sparen, wurden die Arbeiten oft an kleine Arbeitsteams vergeben.
Das Erscheinungsbild der Burg hat sich in mehreren Phasen verändert: Die große Erweiterung im 17. Jahrhundert (Vicenç Muts Projekt, 1662) und die darauffolgenden Restaurierungen bis zur Öffnung der südwestlichen Bastion für die Öffentlichkeit in den letzten Jahrzehnten sind Teil von vier großen Umbauphasen, die heute sichtbar sind.
Heute vereint die Stätte Verteidigungsarchitektur und militärische Sammlungen – eine ideale Möglichkeit, zu verstehen, wie die Notwendigkeit, den Hafen (und den Handel) zu schützen, die Entwicklung der Mauer und der Bastionen über die Jahrhunderte geprägt hat.
Der Leuchtturm von Portopí ist einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchttürme der Welt – seine Existenz ist seit 1300 belegt – und seit 1617 befindet er sich im alten Signalturm, nachdem der alte Standort in die Nähe des heutigen Schlosses Sant Carles verlegt worden war.
Im Laufe der Zeit hat sich die Beleuchtung weiterentwickelt: von ölbetriebenem Licht (bis ins 19. Jahrhundert) über Paraffin bis hin zu Elektrizität, wobei seit 1927 eine Nachhalloptik integriert ist – die einzige, die heute in Spanien in Betrieb ist.
Bis 1971 diente der Leuchtturm nicht nur der Schiffsführung, sondern auch als Signalturm: Das Gebäude zeigte – mittels Kugeln und später Flaggen – Herkunft und Typ der Schiffe an, die in den Hafen von Palma einliefen.
Heute beherbergt das ehemalige Leuchtturmwärterhaus eine Ausstellung über maritime Signale und historische Beleuchtungsinstrumente, die an die technologische Entwicklung des Leuchtturms und das Leben der Leuchtturmwärter über mehr als sieben Jahrhunderte erinnern.