Und wenn die Sonnenfinsternis schließlich nicht von Mallorca aus gesehen werden könnte?

Der Zustand der Atmosphäre wird die Beobachtung des Phänomens auf der Insel prägen, die Tausende von Besuchern erwartet, um es zu betrachten

06/08/2026 - 21:19 h.

PalmaMallorca hat sich zu einem der gefragtesten Orte für die Beobachtung der Sonnenfinsternis am kommenden 12. August entwickelt. Tausende von Menschen werden auf die Insel reisen, um das astronomische Phänomen zu erleben, während die Mallorquiner sehnsüchtig auf ein Ereignis warten, das seit über einem Jahrhundert nicht mehr im Archipel stattgefunden hat. Flüge ohne Verfügbarkeit, Hotels ausgebucht und Einwohner, die den besten Platz zur Beobachtung suchen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, die fast niemand vorhergesehen hat: Was, wenn man sie schließlich nicht von Mallorca aus sehen könnte?

Während sich ein Großteil der Debatte auf die Verkehrsbeschränkungen und die Überfüllung in der Serra konzentriert hat, erinnern Astronomen und Wissenschaftskommunikatoren daran, dass es eine weitere Variable gibt, die ebenso entscheidend oder sogar noch entscheidender ist: der Zustand der Atmosphäre. Die angesammelte Luftfeuchtigkeit und das Vorhandensein von Dunst – das Phänomen, das durch suspendierte Staubpartikel verursacht wird, die den Himmel trüben und die Sicht beeinträchtigen – können einen der besten Orte der Welt zur Beobachtung der Sonnenfinsternis in eine Enttäuschung verwandeln.

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"Die Luftfeuchtigkeit und der Dunst sind eine Gefahr, die praktisch nicht berücksichtigt wurde", warnt der Astronom der UIB, Ramon Oliver. Er erklärt, dass die Qualität der Beobachtung erheblich abnehmen wird, wenn die Atmosphäre an diesem Abend weiterhin mit Staub und Wasserdampf beladen ist. Eine Analyse, die der Wissenschaftskommunikator Pep Marcús teilt: "So wie der Horizont jetzt ist, mit dieser Luftfeuchtigkeit und diesem Dunst, würden wir fast nichts sehen". Beide sind sich einig, dass über die Wolken hinaus die Lufttransparenz einer der entscheidenden Faktoren dafür sein wird, ob die Erfahrung den Erwartungen entspricht.

Deshalb blicken beide auch in den Tagen zuvor in den Himmel. Oliver versichert, dass das ideale Szenario wäre, wenn "am Abend davor oder am Morgen des 12. ein guter Regen fallen würde", da der Regen helfen würde, die Atmosphäre von den suspendierten Partikeln zu reinigen. Marcús erinnert daran, dass diese Situation keineswegs auszuschließen ist. "Normalerweise, wenn der Juli mit so viel Hitze und so viel Dunst endet, beginnt der August oft mit Regenschauern, die den Horizont reinigen. Es wäre ideal, wenn das passieren würde", erklärt er.

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Beide betonen jedoch, dass es noch zu früh ist, um eine zuverlässige Vorhersage zu treffen. Die meteorologischen Bedingungen, die die Qualität der Beobachtung bestimmen, werden erst wenige Tage im Voraus mit ausreichender Genauigkeit bekannt sein, und selbst die Stunden davor können entscheidend sein.

Was sagt die Vorhersage?

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Eine Woche vor der Sonnenfinsternis erlauben die Wettermodelle noch keine ausreichend genaue Vorhersage, wie der Himmel über Mallorca am Abend des 12. August aussehen wird. Die staatliche Meteorologieagentur (Aemet) besteht darauf, dass eine zuverlässige Vorhersage erst in den Tagen vor dem Ereignis möglich sein wird, wenn sie spezielle Mitteilungen über den Zustand des Himmels und die Wahrscheinlichkeit von Wolken zu veröffentlichen beginnt.

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Nach den derzeit verfügbaren Daten deuten die Szenarien auf einen vollsommerlichen Tag hin, mit hohen Temperaturen und ohne weit verbreitete Instabilität auf den Balearen. Trotzdem bleibt die große Unbekannte die Transparenz der Atmosphäre, ein Faktor, der letztendlich darüber entscheiden wird, ob Mallorca das erwartete große astronomische Schauspiel bieten kann oder ob Feuchtigkeit und Dunst die Sonnenfinsternis überschatten werden.