San Juan sammelt Unterschriften, um Mängel in der Basisgesundheitseinheit anzuprangern.

Der Stadtrat ruft dazu auf, bis zum 28. Februar Informationen zu sammeln, um den Mangel an medizinischem Personal, die Verzögerungen und die Instabilität des Dienstes in der kommunalen Gesundheitsstation anzuprangern.

Rosa Estelrich
05/02/2026

JohannesDer Stadtrat von Sant Joan hat eine Petition gestartet, um die Unzufriedenheit der Einwohner mit dem Betrieb der örtlichen Primärversorgungseinheit (UBS) zum Ausdruck zu bringen. Die Initiative geht auf zahlreiche Beschwerden zurück, die beim Rathaus eingegangen sind, sowie auf ein Treffen mit einer Gruppe von Nutzern, die wiederkehrende Probleme der letzten Monate schilderten. Das Hauptproblem, das gestern dargelegt wurde,Tageszeitung MallorcaDas Hauptproblem ist laut Petition der Ärztemangel. Doch die Unzufriedenheit geht noch weiter: Es wird auch von Verzögerungen bei der Behandlung und Terminvergabe berichtet, ebenso wie von Schwierigkeiten bei der kontinuierlichen medizinischen Nachsorge aufgrund des ständigen Personalwechsels. „Wenn ein Patient eine Nachsorge benötigt, ist es nicht hinnehmbar, dass er jedes Mal von einem anderen Arzt oder einer anderen Ärztin behandelt wird“, so die Gesundheitsdezernentin Bel Morlà. Zu den am häufigsten genannten Problemen gehört, dass Termine für Tage vergeben werden, an denen kein Arzt oder keine Pflegekraft anwesend ist. Dadurch fahren manche Patienten vergeblich zum Zentrum. Die Petition prangert außerdem „unangemessene Behandlung“ durch einige Fachkräfte und die fehlenden festen Öffnungszeiten der Primärversorgungseinheit (UBS) an. Empörung stiftet zudem die Tatsache, dass das Zentrum manchmal nicht um acht Uhr morgens öffnet, weil der Vertretungsarzt die Zugangscodes nicht hat und auf die Assistenzkraft warten muss. Dadurch müssen Patienten draußen warten und an Regentagen duschen.

Kollektion bis zum 28. Februar

Die Einwohner von Sant Joan können das Dokument bis zum 28. Februar im Rathaus sowie in den Supermärkten Spar, Coaliment und Aprop unterzeichnen. Der Text dokumentiert, dass die Gesundheitsversorgung in Sant Joan vernachlässigt, mangelhaft und von geringer Qualität ist und zahlreiche Defizite aufweist. Obwohl die Infrastruktur neu ist, gehen die Initiatoren davon aus, dass sie nicht optimal genutzt wird. Das Rathaus weist zudem darauf hin, dass Sant Joan eine bevölkerungsreiche Gemeinde ist, was den Bedarf an einer wohnortnahen, stabilen und gut erreichbaren Gesundheitsversorgung erhöht. Das zuständige Gesundheitszentrum befindet sich in Vilafranca, doch die Stadt ist schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, was den Zugang zu medizinischer Versorgung außerhalb der Gemeinde, insbesondere für ältere Menschen, zusätzlich erschwert. Eine Stellungnahme des regionalen Gesundheitsministeriums liegt noch nicht vor.

Quellen im Rathaus erklären, dass sie versucht haben, die Kommunikation mit dem dem Gesundheitsministerium unterstellten Dienst zu verbessern, um die Nutzer klar über die Situation in der Einrichtung zu informieren. Sie berichten jedoch, keine Antwort erhalten zu haben. Tatsächlich geht aus der Petition hervor, dass sowohl Nutzer als auch der Stadtrat im vergangenen Jahr zahlreiche Beschwerden eingereicht und Erklärungen vom Aufsichtsteam gefordert haben. Statt einer Verbesserung hat sich der Service jedoch verschlechtert. Stadtrat Morlà fasst eine der häufigsten Forderungen zusammen: „Wenn man uns einfach sagen würde, dass montags, mittwochs und freitags ein Arzt da ist, wäre alles gut. Das Problem ist, dass es keine festen Sprechzeiten gibt. Man bekommt einen Termin für den nächsten Tag, und dann stellt man fest, dass kein Arzt da ist, weil er als Vertretung eingesprungen ist.“ Betroffene fassen zusammen, dass die fehlende verlässliche Versorgung bei Abwesenheit des regulären Arztes zu Terminabsagen und einem ständigen Wechsel des Personals führt.