Gerichte

Peruanisches Drogenhändlernetzwerk auf Mallorca wegen Drogenversteckens in Rollstühlen verurteilt

Ein Dutzend Personen gestehen, Kokain und Marihuana in Rollstühlen versteckt verschickt zu haben und akzeptieren Haftstrafen von eineinhalb bis fünf Jahren.

ARA Balears
02/02/2026

PalmeEin Dutzend Personen gestanden am Montag vor dem Provinzgericht ihre Beteiligung an einem Drogenschmuggel von Kokain und Marihuana von Peru nach Mallorca, versteckt in Rollstühlen. Die Angeklagten akzeptierten Haftstrafen zwischen eineinhalb und fünf Jahren wegen verschiedener Drogendelikte und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Verteidigung erzielte mit der Staatsanwaltschaft eine Vereinbarung, die die ursprünglich geforderten Strafen von insgesamt fast einhundert Jahren Haft deutlich reduzierte. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die meisten Verurteilten nicht ins Gefängnis müssen. Zwei von ihnen müssen Geldstrafen in Höhe von 215.000 € bzw. 126.000 € zahlen. Die Angeklagten gaben zu, zwischen April 2023 und Juli 2024 Drogen aus mehreren lateinamerikanischen Ländern, vorwiegend aus Peru, geschmuggelt zu haben. Sie setzten dabei menschliche Kuriere, sogenannte Drogenkuriere, ein. MaultiereDiejenigen, die die Drogen in Rollstühlen versteckt transportierten, wurden festgenommen. Nach Ankunft der Lieferungen auf Mallorca wurden die Substanzen verteilt und verkauft. Wie nachgewiesen wurde, hatte jeder der Angeklagten eine spezifische Funktion innerhalb der kriminellen Organisation inne, die von einem Mann angeführt wurde, der zwar identifiziert ist, sich aber derzeit auf der Flucht befindet. Einige der Verurteilten fungierten als Mittelsmänner zu anderen Drogenhändlern, während andere für den Transport und die Lagerung der Drogen zuständig waren. Bei den Durchsuchungen der Nationalpolizei im Zuge der Festnahmen wurden verschiedene Mengen an Betäubungsmitteln mit einem Marktwert von über 344.000 € sichergestellt.