Neue Wendung im Mordfall einer jungen Frau in Palma: Polizei schließt Überdosis aus und geht von Erstickung aus

Die Ermittlungen schließen eine Überdosis aus und bestätigen, dass die Frau an Erstickung gestorben ist, was zur Verhaftung ihres Partners als mutmaßlichen Täter geführt hat.

ARA Balears
14/01/2026

PalmeDie 27-jährige Frau, die Anfang Februar letzten Jahres in Palma starb, starb nicht, wie zunächst vermutet, an einer Drogenüberdosis, sondern wurde laut Ermittlerkreisen mutmaßlich von ihrem Partner erstickt. Obwohl erste Anzeichen auf einen möglichen Drogentod hindeuteten, ergaben die Autopsie und anschließende forensische Untersuchungen, dass die junge Frau erstickt ist. Dies führte zu einer völlig neuen Herangehensweise der Polizei. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse nahm die Polizei am Montag den Partner des Opfers als mutmaßlichen Täter fest. Der 42-jährige spanische Staatsbürger befindet sich in Polizeigewahrsam und wartet auf seine Gerichtsverhandlung. Laut denselben Quellen wird er voraussichtlich nicht am Mittwoch vor dem zuständigen Richter erscheinen, sondern erst am Donnerstag. Das Gleichstellungsministerium bestätigte am Dienstag, dass der Fall offiziell als geschlechtsspezifische Gewalttat eingestuft wurde. Es handelt sich um den 47. Mord an einer Frau in Spanien im Jahr 2025 und den zweiten Mord auf Mallorca im vergangenen Jahr. Sowohl das Opfer als auch der mutmaßliche Täter waren im Überwachungssystem VioGén registriert, obwohl sich die Anzeigen wegen geschlechtsspezifischer Gewalt auf frühere Beziehungen zu anderen Personen bezogen. Nach der Bestätigung des geschlechtsspezifischen Verbrechens rief die Regierung der Balearen für diesen Mittwochmittag vor dem Präsidentenpalast im Konsulat des Meeres in Palma zu einer Schweigeminute auf, um institutionelle Ablehnung und Unterstützung für die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu demonstrieren.