Mallorca übertrifft seine sommerlichen Bevölkerungsspitzen bereits im Winter im Vergleich zu vor 25 Jahren.
Eine Analyse von Terraferida zeigt, dass sich in den Wintermonaten des Jahres 2025 bereits mehr Menschen konzentrieren als in den Sommermonaten des Jahres 2000.
PalmeDie jüngste Analyse von Terraferida bestätigt den Trend: Überbevölkerung auf den Balearen ist kein reines Sommerphänomen mehr. Laut Daten des balearischen Statistikinstituts (Ibestat) verzeichnen die Wintermonate 2025 bereits mehr Einwohner und Touristen als die touristischen Hochsaisons vor 25 Jahren. Dies belegt einen anhaltenden Anstieg der Bevölkerungsdichte über das ganze Jahr. Die Daten vom letzten Sommer spiegelten einen leichten Rückgang der demografischen Belastung wider. Erstmals seit der COVID-19-Pandemie ist der Zustrom von Menschen auf die Inseln in der Hochsaison immer noch sehr hoch. Im August 2025 wurden durchschnittlich 2.005.000 Besucher pro Tag gezählt, mit einem Höchstwert von 2.062.787 Besuchern am 6. August.
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Laut einer Analyse von Terraferida wurden am 10. August 2000, dem Tag mit der höchsten Besucherzahl auf den Kanarischen Inseln, 1.538.375 Personen gezählt. Diese Zahl liegt bereits unter den Werten von Tagen außerhalb der Hauptsaison, wie beispielsweise dem 20. April 2024, als die höchste Besucherzahl 1.544.089 Personen erreichte. Der Trend wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen noch deutlicher: Bereits im März 2025 wurden die Höchstwerte des Sommers 1997 erreicht, während der Allzeitrekord am 6. August 2025 mit 2.062.787 Personen aufgestellt wurde.
Es stehen Grundstücke für den Bau von fast 180.000 neuen Wohnungen zur Verfügung.
Terraferida warnt unterdessen vor Mallorcas verbleibendem Potenzial für städtische Entwicklung. Laut konservativsten Schätzungen verfügt die Insel derzeit über ausreichend Land für den Bau von mindestens 178.252 neuen Wohneinheiten, die bei einer geringen Dichte von drei Personen pro Wohneinheit mindestens 554.756 Menschen beherbergen könnten. Diese Zahl berücksichtigt weder erschlossene städtische Flächen, die noch nicht ihre maximale Kapazität oder Dichte erreicht haben, noch das potenzielle Wachstum des Hotelsektors. Die Organisation konzentriert sich auf das Gesetz 4/2025 zu Sofortmaßnahmen zur Landgewinnung, das den Bau von Übergangszonen in Mallorcas sieben bevölkerungsreichsten Gemeinden ermöglicht. Diese ursprünglich zur Eindämmung der Zersiedelung geschaffenen Gebiete können nun mit einer Dichte von bis zu 225 Einwohnern pro Hektar bebaut werden, was laut Terraferida eine „demografische Zeitbombe“ in einem bereits gesättigten Gebiet mit knappen Ressourcen darstellt. Angesichts dieses Szenarios fordert die Organisation ein sofortiges Moratorium für städtische und touristische Entwicklung.