Ölkonzerne

Lkw-Fahrer kritisieren Ölkonzerne wegen Preiserhöhungen: „Der Treibstoff wurde vor dem Iran-Konflikt gekauft.“

Der Verband wirft den großen Ölkonzernen vor, unter dem Vorwand des im Iran ausgebrochenen Konflikts zu spekulieren.

ARA Balears
04/03/2026

PalmeDer spanische Transportverband PIMEM, Astam, hat die seiner Ansicht nach von großen Ölkonzernen im Zuge des Iran-Konflikts begangenen Preiserhöhungen öffentlich angeprangert. Laut einer Pressemitteilung des Verbandes haben Transportunternehmen einen Anstieg des Referenzpreises für Dieselkraftstoff um bis zu 15 Cent pro Liter festgestellt. Dies sei eine völlig ungerechtfertigte Preiserhöhung, die auf Spekulationsgeschäften unter dem Vorwand des Iran-Konflikts beruhe. Verbandspräsident Jeroni Valcaneras betonte, dass der aktuell gelieferte Kraftstoff vor Beginn der Angriffe gekauft worden sei und die sofortige Kostenweitergabe daher jeglicher wirtschaftlichen Grundlage entbehre. Angesichts dieser Situation forderte PIMEM die spanische Regierung auf, dringend einen Notfallplan umzusetzen, der an die 2022 als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine beschlossenen Maßnahmen anknüpft. Valcaneras wies darauf hin, dass der Staat damals direkte Subventionen von bis zu 20 Cent pro Liter Kraftstoff, direkte Beihilfen pro Fahrzeug zur Deckung der Betriebskosten und ein verschärftes Gesetz zur Verhinderung von Unterbezahlung sowie eine entsprechende Klausel zur Kostenanpassung eingeführt habe. Sowohl PIMEM als auch Astam erinnern alle Unternehmen und Selbstständigen der Branche an die Notwendigkeit, die Klausel zur Überprüfung der Transporttarife aufgrund von Kraftstoffpreisschwankungen strikt anzuwenden. „Diese gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme ist der wichtigste Schutzmechanismus, um diese Erhöhungen automatisch weiterzugeben und die Rentabilität der Unternehmen zu sichern“, schloss er.