Standard Festival

Pep Llambías plädiert in seiner Eröffnungsrede zum Standard Festival 2025 für Kultur als „Fundament der Gesellschaft“.

Der Künstler fordert in seiner Rede vor dem Cort eine stärkere institutionelle Unterstützung für den Kultursektor und warnt vor Palmas Identitätsverlust.

ARA Balears
30/12/2025

PalmeDer bildende Künstler Pep Llambías betonte in seiner Eröffnungsrede zum Standard Festival 2025, die er am Montag im Plenarsaal des Rathauses von Palma hielt, die Bedeutung der Kultur als fundamentalen Pfeiler der Gesellschaft und ihrer Institutionen. In seiner Rede forderte er entschiedene Unterstützung der öffentlichen Hand für die Kunstszene und hob die Rolle der Künstler beim kollektiven Aufbau der Stadt hervor. Mit einer Mischung aus Ironie, persönlichen Erinnerungen und kritischer Reflexion blickte Llambías auf seine künstlerische Laufbahn, die Geschichte Palmas und die dem kreativen Prozess innewohnenden Schwierigkeiten zurück. Der Redner erklärte zudem mit einem Anflug von Selbstironie, wie seine anfängliche Ablehnung des Auftrags nach Gesprächen mit Mitgliedern des Stadtrats und ihm nahestehenden Personen schließlich in ein „Ja“ umschlug.

Vor der Rede stellte die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Llorenç Bauzá de Keizer Llambías als eine repräsentative Persönlichkeit des mallorquinischen Kultursektors vor, „der es geschafft hat, über die Grenzen Mallorcas hinaus bekannt zu werden und sich wohlverdientes nationales und internationales Ansehen zu verschaffen“. Bauzá lobte, dass die Eröffnungsrede von einem Künstler gehalten wurde, und betonte, dass dies „der bestmögliche Höhepunkt eines Jahres 2025 ist, das ganz im Zeichen von Palmas Bestreben steht, 2031 den Titel Europäische Kulturhauptstadt zu erlangen“.

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In seiner Rede hob Llambías die Bedeutung des Standard Festivals hervor, das – wie er alle Anwesenden erinnerte – nicht an Kriegshandlungen erinnert, sondern vielmehr „den Beginn des Aufbaus Mallorcas, wie wir es heute kennen“. Er warnte zudem vor dem Verlust von Palmas traditionellem Geschäftsleben und seinen ikonischen Bars aufgrund „exzessiver Immobilienspekulation“, die seiner Meinung nach zu einer Stadt „ohne Charisma“ geführt habe, deren Identität teilweise verblasst sei. Die Veranstaltung wurde vom Bürgermeister von Palma beendet, der Llambías für seine Rede dankte, die er als „originell und brillant in Präsentation und Komposition“ bezeichnete. Der Bürgermeister betonte, der Künstler habe „eine Übung in lebendiger Erinnerung, eine ehrliche und tiefgründige Erzählung“ präsentiert, in der er seine persönliche Reise mit der kollektiven Geschichte, seine intimen Erfahrungen mit Kunst und der Stadt verknüpfte. Der Bürgermeister bekräftigte zudem das „klare und unerschütterliche“ Bekenntnis der Regierung zur Kultur und nannte die Bewerbung Palma 2031 als Beispiel, die Kultur als „Hebel für nachhaltige Entwicklung, sozialen und territorialen Zusammenhalt“, als Instrument für Inklusion und Dialog sowie als Wirtschaftsmotor versteht. Abschließend hob er Llambías’ Großzügigkeit hervor, die Reproduktion seines Werkes erlaubt zu haben.PalmeDies ist die Anerkennung, die den Botschaftern der Stadt zuteilwird, und er hat die Bürger eingeladen, an den verbleibenden Veranstaltungen des Programms „Standard 2025“ teilzunehmen.

Der 1954 in Alaró geborene Pep Llambías hat einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen und künstlerischen Entwicklung Palmas geleistet. Seine Werke wurden auf führenden internationalen Kunstmessen wie ARCO, Art Cologne und Art Miami sowie in Kunsträumen in Ländern wie Mexiko, Brasilien, Italien, Portugal, der Schweiz, Deutschland, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden sowie in zahlreichen Städten Spaniens gezeigt. In Palma zählt seine Skulptur zu seinen bekanntesten Werken.PalmeDas 1999 anlässlich der Universiade eingeweihte und an der Sagrera-Promenade gelegene Gebäude ist zu einem einladenden Wahrzeichen der Stadt geworden.