Pocken

Eine schwerwiegendere Variante der Affenpocken wurde erstmals auf den Balearen nachgewiesen.

Auf dem Archipel wurde in den letzten Monaten eine Häufung von Fällen des Virus registriert, bei denen es sich teilweise um eine Variante handeln soll, die zuvor noch nie auf den Inseln zirkuliert hatte.

Affenferrule
ARA Balears
09/01/2026
2 min

Der öffentliche Gesundheitsdienst der Balearen hat erstmals Fälle von Affenpocken des Subtyps I registriert, einer Variante mit schwererem Krankheitsverlauf. In den letzten Monaten wurde auf dem Archipel eine Häufung von Fällen des Virus verzeichnet, bei denen es sich vermutlich teilweise um diese Variante handelt, die zuvor noch nie auf den Inseln zirkulierte. Laut Angaben des Gesundheitsdienstes der Balearen (IB-Salut) gegenüber ARA Baleares zeigen die Gesamtzahlen für das laufende Jahr jedoch einen Rückgang gegenüber den Vorjahren. Subtyp I, der mit schwereren Krankheitsverläufen einhergeht, gilt als endemisch in zentralafrikanischen Ländern, während Subtyp II mit milderen Symptomen in westafrikanischen Ländern zirkulierte. Denselben Quellen zufolge wurden im Jahr 2025 13 Fälle vom Überwachungsdienst erfasst, neun davon im letzten Quartal. Dies wird jedoch nicht als Ausbruch, sondern eher als Häufung von Fällen gewertet. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden 2024 16 Fälle bestätigt. Im Jahr 2023 gab es 15 Fälle, im Jahr 2022 waren es 216. Die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, Elena Esteban, gab ihrerseits Entwarnung und betonte, dass die Erfahrungen gezeigt hätten, dass sich die HIV/AIDS-Situation im Jahr 2024 nicht verschlimmert habe, obwohl man zunächst mit einem schwerwiegenderen Verlauf gerechnet hatte. Bezüglich der Häufung der Fälle in den letzten Monaten erklärte die Generaldirektorin, dass es schwierig sei, einen epidemiologischen Zusammenhang herzustellen, es sich aber um Männer um die 37 Jahre handele, die Sex mit Männern haben. Zwei Fälle hätten eine stationäre Behandlung erfordert, seien aber schnell wieder entlassen worden und ihr Zustand habe sich nicht verschlechtert. Symptome

Laut dem Generaldirektor für öffentliche Gesundheit beginnt die Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen wie allgemeinem Unwohlsein und Fieber. Nach ein bis fünf Tagen treten Hautveränderungen auf, zunächst Flecken, dann Pusteln oder Krusten. Die Genesung gilt als abgeschlossen, wenn alle Krusten abgefallen sind. Esteban betonte die Wichtigkeit der Impfung für Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko.

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