Ein Mann bestreitet, eine Minderjährige unter dem Vorwand, ihr bei den Hausaufgaben zu helfen, vergewaltigt zu haben: „Ich habe sie nicht ein einziges Mal dazu gezwungen.“
Die Staatsanwaltschaft fordert, dass der mutmaßliche Angreifer als mutmaßlicher Täter eines Sexualverbrechens zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt und zur Zahlung von 4.000 € Schadensersatz verpflichtet wird.
PalmeEin Mann bestritt am Donnerstag vor Gericht, ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, das er über soziale Medien kontaktiert hatte, um ihr bei den Hausaufgaben zu helfen. Er behauptete, zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Vorfalls eine romantische Beziehung mit der 13-Jährigen geführt zu haben und dass der sexuelle Kontakt stets einvernehmlich gewesen sei. Er erschien am Donnerstag vor dem Zweiten Senat des Provinzgerichts der Balearen und führte die Anschuldigung auf den Einfluss der Mutter des Mädchens zurück, die nichts von der Beziehung gewusst habe. „Ich habe sie zu keinem Zeitpunkt gezwungen“, beteuerte er. Das Opfer ihrerseits bestritt eine romantische Beziehung zu dem mutmaßlichen Täter und erklärte, es sei lediglich eine Freundschaft gewesen. Die junge Frau, die kürzlich 18 Jahre alt geworden war, erklärte, sie sei am Tag des Vorfalls zu dem Mann nach Hause gegangen, um Hilfe bei den Hausaufgaben zu erhalten, und der sexuelle Übergriff habe kurz darauf stattgefunden. „Wir saßen auf dem Sofa, und er sprang auf mich. Ich erstarrte“, sagte sie. Die Staatsanwaltschaft fordert eine siebenjährige Haftstrafe und 4.000 Euro Schmerzensgeld wegen des mutmaßlichen Täters eines Sexualverbrechens. Laut Anklageschrift ereignete sich die Tat im August 2021, als der Angeklagte über ein bekanntes soziales Netzwerk Kontakt zu dem damals 13-jährigen Opfer aufnahm. Obwohl er ihr Alter kannte, hielt er den Kontakt aufrecht. Im Mai 2022 bot er ihr Hilfe bei ihren Englischhausaufgaben an und lud sie zu sich nach Palma ein. Dort, nachdem sie ihre Hausaufgaben erledigt hatten, begann er, das Mädchen unsittlich zu berühren und vergewaltigte sie anschließend. Das schwer traumatisierte Opfer erzählte einen Monat später ihrer Mutter von dem Vorfall, und gemeinsam erstatteten sie Anzeige bei der Nationalpolizei.