Selbstmord

Der neue Unterstützungsdienst für Familien von Suizidopfern soll voraussichtlich 450 Menschen auf den Balearen zugutekommen.

Ziel ist es, dass sich die Betroffenen von anderen unterstützt fühlen, die eine ähnliche Situation erlebt haben.

ARA Balears
23/02/2026

Der neue Unterstützungsdienst für Angehörige von Suizidopfern, der von der Regierung in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz ins Leben gerufen wurde, soll in den nächsten zwei Jahren rund 450 Menschen helfen. Wie Gesundheitsministerin Manuela García am Montag auf einer Pressekonferenz erklärte, besteht das Programm aus einer Reihe von Workshops, in denen Familienmitglieder Unterstützung erhalten. Es ergänzt die bereits bestehende psychologische Betreuung. Laut Protokoll können sich Angehörige direkt an das Rote Kreuz wenden oder von ihrem Hausarzt überwiesen werden. Ziel ist es, so die Ministerin, dass sich die Betroffenen durch den Austausch mit anderen, die Ähnliches erlebt haben, unterstützt fühlen. Die Investition beträgt 30.000 Euro.

Der Präsident des Roten Kreuzes auf den Balearen, Mateu Ballester, gab seinerseits bekannt, dass die Vereinbarung eine Investition von 30.000 Euro für eine Laufzeit von zwei Jahren vorsieht. Das Projekt konzentriert sich auf die Unterstützung durch Gleichgesinnte, um den Trauerprozess durch die Einrichtung und den Erhalt von Selbsthilfegruppen – sowohl persönlich als auch online – zu begleiten. Diese ergänzen die bereits in Gesundheitszentren angebotene Versorgung. Wie er erklärte, ermöglicht das Programm Unterstützung in der ersten Trauerphase – die bei Bedarf im Gesundheitszentrum behandelt werden kann – und bietet anschließend durch psychosoziale Interventionen längerfristige Unterstützung.

Die Gruppenleiter werden geschult, um eine sichere und vertrauensvolle Umgebung für die Teilnehmenden zu gewährleisten. Geplant sind außerdem individuelle Orientierungs- und Erstgespräche sowie telefonische Nachbetreuung für alle, die sich den Gruppen anschließen. Die Vereinbarung umfasst darüber hinaus Schulungsmaßnahmen, psychosoziale Unterstützung und gemeindenahe Interventionen, die darauf abzielen, die emotionalen, sozialen und gemeinschaftlichen Folgen von Suizidverhalten zu minimieren. Vorträge werden an öffentlichen Orten organisiert, und Informations- und Beratungsmaterialien zu Suizidverhalten und psychischer Gesundheit werden entwickelt.