Wohnungskrise

Der Mietpreisskandal erreicht das ländliche Mallorca: Eine Hütte auf einem ländlichen Grundstück wird für 695 € angeboten.

Die auf Idealista veröffentlichte Anzeige wurde wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Nachricht in ARA Baleares entfernt.

06/03/2026

PalmeDie Wohnungskrise auf Mallorca führt weiterhin zu Angeboten, die das Ausmaß der explodierenden Mietpreise verdeutlichen. Eine Anzeige auf dem Immobilienportal Idealista bietet ein brandneues Studio-Apartment „mitten in der Natur“ für fast 700 Euro im Monat an – ein Angebot, das den Druck auf den Immobilienmarkt, selbst außerhalb der großen Städte, verdeutlicht.

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Das Objekt, nur wenige Minuten von Maria de la Salut entfernt, wird als Langzeitmietobjekt angeboten, „ideal für Ruhesuchende“. Laut Anzeige handelt es sich um ein Studio-Apartment ohne Schlafzimmer mit Schlafcouch, einer Küche mit Gasherd und Backofen, Kühlschrank und Holzofen – alles auf einer Fläche von 20 Quadratmetern. Diese Größe erfüllt nicht die Mindestanforderungen für eine Nutzungsgenehmigung, was den Verdacht nahelegt, dass es sich um Betrug handelt. Tatsächlich entfernte der Eigentümer das Angebot nur wenige Stunden nach Veröffentlichung von der Immobilienwebsite.

Die Veröffentlichung hebt die „natürliche Umgebung und den Betrieb mit erneuerbarer Energie“ hervor, da die Hütte über Solarpaneele verfügt und ihr Wasser aus einem mit Solarenergie betriebenen Brunnen stammt. Laut derselben Quelle gehört die Hütte zu einem 7.142 Quadratmeter großen Grundstück.

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Ein weiteres Beispiel für Marktspannungen

Diese Angebote erfolgen in einem Umfeld extremer Spannungen auf dem balearischen Mietmarkt, wo die Preise weiterhin Rekordhöhen erreichen und das Angebot zunehmend knapp wird. In den letzten Jahren warnten mehrere Immobilienberichte davor, dass die Mieten selbst in ländlichen Gebieten Mallorcas gestiegen sind, wo früher bezahlbarer Wohnraum üblich war.

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Die Kombination aus hoher Nachfrage, Angebotsknappheit und Touristendruck hat dazu geführt, dass sehr kleine Räume oder Räume ohne konventionelle Wohnverteilung zu immer höheren Preisen vermarktet werden – ein Phänomen, das sowohl Institutionen als auch soziale Einrichtungen beunruhigt.